Die AfD ist bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt nach vorläufigen Ergebnissen stärkste Kraft geworden. Eine absolute Mehrheit verfehlte die Partei jedoch. Nach Angaben der Landeswahlleitung erreichte sie 43,8 Prozent der Stimmen und erhält damit 39 der insgesamt 83 Sitze im Landtag.
Die CDU kam auf 17,2 Prozent. Damit erzielte sie ihr schlechtestes Ergebnis bei einer Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Die SPD erreichte 9,3 Prozent, die Grünen 8,9 Prozent. Die Linke musste leichte Verluste hinnehmen und kam auf 8,6 Prozent.
Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) übersprang mit 5,3 Prozent die für den Einzug erforderliche Hürde und zieht mit fünf Mandaten in den Landtag ein. Die FDP erreichte 2,6 Prozent und ist künftig nicht mehr im Parlament vertreten.
Für die AfD ist eine Regierungsbildung ohne Koalitionspartner nicht möglich. Nach den vorliegenden Angaben schließen alle anderen Parteien eine Zusammenarbeit mit der AfD aus. Das BSW zeigte sich jedoch offen für Gespräche.
Um eine von der AfD geführte Regierung zu verhindern, müssten sich die fünf anderen Parteien im neuen Landesparlament auf eine gemeinsame Zusammenarbeit verständigen. Beide möglichen Varianten galten zuletzt als politisch unwahrscheinlich. Damit zeichnet sich eine schwierige Regierungsbildung ab.
Die Wahlbeteiligung lag bei 77,8 Prozent. Rund 1,7 Millionen Menschen waren in Sachsen-Anhalt zur Stimmabgabe aufgerufen. Bei der vorherigen Wahl hatten sich rund 60 Prozent beteiligt.
Die vorläufigen Zahlen wurden am 7. September 2026 veröffentlicht. Die Angaben zur Wahl stammen aus dem vorliegenden Bericht unter Berufung auf die Landeswahlleitung.