In Zagreb haben am Samstag Zehntausende Menschen gegen die illegale Ablagerung von Giftmüll in der kroatischen Region Lika demonstriert. Sie verlangten, dass die rund 35.000 Tonnen Abfälle umgehend beseitigt werden.
Der Müll war im vergangenen Jahr im Westen Kroatiens entdeckt worden. Ein Bericht warnte im August, die Verunreinigung des Bodens habe sich bereits über das Gelände der illegalen Deponie hinaus ausgebreitet. Lika ist für ihre Wälder und Flüsse bekannt; in der Region liegen mehrere Nationalparks.
Nach Angaben des Deutschlandfunks ermitteln die Behörden gegen zehn Verdächtige und vier Unternehmen. Ihnen wird vorgeworfen, Abfälle aus Slowenien, Italien und Deutschland importiert und gemeinsam mit medizinischem Müll aus Kroatien illegal abgeladen zu haben.
Die Demonstration wurde vom kroatischen Präsidenten Milanović, von der Opposition sowie von zahlreichen Prominenten und Nichtregierungsorganisationen unterstützt. Regierungschef Plenković hatte zuvor angekündigt, die Deponie bis Mitte Oktober abdecken und anschließend räumen zu lassen.
Die Meldung gehört zu einer am 6. September 2026 im Programm des Deutschlandfunks ausgestrahlten Nachricht.