Der deutsche Schauspieler Michael Mendl ist im Alter von 82 Jahren gestorben. Das teilte seine Agentin mit. Die Nachricht wurde am 6. September 2026 im Programm von Deutschlandfunk verbreitet.
Mendl galt als einer der prägenden Charakterdarsteller des deutschen Fernsehens. Er wirkte in zahlreichen Fernsehproduktionen und Kinofilmen mit. Auch in der Netflix-Serie „Dark“ war er zu sehen.
Für seine Darstellung des ehemaligen Bundeskanzlers Willy Brandt in dem Film „Im Schatten der Macht“ erhielt Mendl eine Goldene Kamera als bester deutscher Schauspieler.
Zu seinen weiteren Fernsehrollen gehörten Auftritte in den Serien „Der Alte“ und „Tatort“ sowie in der ZDF-Reihe „Frühling“. Im Kino war er unter anderem in „Der Untergang“ und „Barfuss“ zu sehen.
Auch auf der Theaterbühne stand Mendl über viele Jahre. Im Dokudrama „Karol Wojtyla“ spielte er Papst Johannes Paul II. In dem Drama „Die Gustloff“ übernahm er die Rolle eines Kapitäns.
Erst vergleichsweise spät kam Mendl zum Film. In einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur aus dem Jahr 2019 sagte er, dabei „wahnsinnig Glück“ gehabt zu haben. Zwar spielte er in Fernsehfilmen auch den TV-Charmeur, sich selbst sah er jedoch nicht als strahlenden Liebhaberhelden.
„Sondern ich bin ein Charakterheld. Ich spiele die schweren, auch die bösen Rollen“, sagte Mendl damals.
In den vergangenen Jahren war der Schauspieler mehrfach an Krebs erkrankt. Weitere Angaben zu seinem Tod enthält die vorliegende Mitteilung nicht.