Die deutschen Basketballerinnen haben bei der Heim-WM ihren ersten Sieg gefeiert. In Berlin setzte sich das Team von Bundestrainer Olaf Lange mit 74:58 (34:29) gegen Japan durch und hat den Einzug in die K.-o.-Runde nun selbst in der Hand.
Am Tag zuvor war Deutschland mit einer deutlichen 53:83-Niederlage gegen Spanien in das Turnier gestartet. Gegen Japan zeigte die Mannschaft eine wesentlich bessere Leistung, vor allem in der Verteidigung. „Einstellung und Spirit haben gestimmt“, sagte Lange nach der Partie.
Frieda Bühner war mit 19 Punkten die erfolgreichste deutsche Werferin. Nyara Sabally erzielte 18 Punkte, Marie Gülich kam auf 11 und Emma Eichmeyer auf 10 Zähler. Die Partie in der ausverkauften Berliner Max-Schmeling-Halle verfolgten 8367 Zuschauer.
Deutschland begann druckvoll und ging schnell mit 7:2 in Führung. Zum Ende des ersten Viertels sorgten Sabally und Bühner mit drei erfolgreichen Dreipunktewürfen in Serie für einen deutlichen Vorsprung. Nach zehn Minuten lag die deutsche Auswahl mit 28:11 vorn.
Anschließend kam Japan besser ins Spiel. Die deutschen Basketballerinnen konnten ihre Größenvorteile unter dem Korb zunächst nicht konsequent nutzen, während die Japanerinnen engagiert verteidigten. Bis zur Halbzeit schrumpfte der Vorsprung auf fünf Punkte.
Nach der Pause fand Deutschland wieder zu seiner Linie zurück und setzte sich erneut zweistellig ab. Auch die schwache Trefferquote Japans aus der Distanz spielte der deutschen Mannschaft in die Karten. In den ersten drei Vierteln verwandelte Japan nur einen von 21 Dreipunkteversuchen.
Mit einer 19-Punkte-Führung ging Deutschland in das Schlussviertel. Bühner eröffnete den Abschnitt mit einem weiteren Dreier. Danach geriet der deutsche Erfolg nicht mehr ernsthaft in Gefahr.
Vor der Partie musste das Team den Ausfall von Aufbauspielerin Alexis Peterson verkraften. Wegen eines Infekts blieb sie im Hotel. Zudem hatte Mali überraschend mit 82:73 gegen Spanien gewonnen. Dadurch gehen alle vier Mannschaften mit jeweils drei Punkten in das letzte Vorrundenspiel.
Deutschland trifft nach einem freien Tag am Montag auf Mali. Mit einem weiteren Sieg wäre der Einzug in die nächste Runde sicher. Der Gruppenerste erreicht direkt das Viertelfinale, während der Zweite und der Dritte in den Play-Ins um die verbleibenden Plätze unter den besten acht Teams spielen.
Der Beitrag basiert auf Material von SZ/dpa.