Das Oktoberfest 2026 in München ist knapp zwei Wochen vor dem Beginn weitgehend aufgebaut. Das Riesenrad steht bereits, lediglich die 40 Gondeln müssen noch eingehängt werden. Die 191. Wiesn startet am 19. September und dauert bis zum 4. Oktober.
Nach den vorliegenden Angaben werden mehr als 6,5 Millionen Besucher erwartet. Die Vorbereitungen laufen auch bei den Gästen: Tische werden reserviert, Trachten besorgt und Unterkünfte gesucht.
Am Eröffnungstag ziehen Brauereien, Wirte und Bedienungen kurz nach 10.30 Uhr vom Sendlinger Tor über die Sonnenstraße, die Schwanthaler Straße und den Bavariaring zur Wirtsbudenstraße. Der Festzug mit mehr als 1000 Teilnehmern führt in die 14 großen sowie weitere kleinere Festzelte. Die kostenpflichtigen Tribünenplätze sind bereits ausverkauft.
Angeführt wird der Umzug in diesem Jahr von Sina Hochreiter. Die 27-jährige Wirtstochter tritt als Münchner Kindl auf, dem Wahrzeichen der Stadt und des Oktoberfests.
Um 12 Uhr soll Oberbürgermeister Dominik Krause im Schottenhamel-Festzelt das erste Fass anstechen. Mit dem traditionellen Ausruf „O’zapft is!“ wird das Oktoberfest offiziell eröffnet. Anschließend soll Krause dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder die erste Maß reichen.
Am zweiten Wiesntag steht ein weiterer großer Umzug auf dem Programm. Rund 9000 Trachtler aus ganz Deutschland sollen gemeinsam mit 60 festlich geschmückten Wagen durch München ziehen. Für diesen Umzug sind noch letzte Tribünenkarten erhältlich.
Eintritt kostet nur der nostalgische Bereich Oide Wiesn. Erwachsene zahlen dort vier Euro, Kinder bis 14 Jahre haben freien Eintritt. Ab 21 Uhr ist der Besuch für alle kostenlos. Die Fahrgeschäfte kosten auf der Oidn Wiesn jeweils 1,50 Euro.
Mehrere Fahrgeschäfte sind 2026 erstmals dabei. Dazu gehört das 42 Meter hohe „Chaospendel“ mit zwei Gondeln für jeweils acht Personen. Im Laufgeschäft „Fisherman’s Place“ sollen unter anderem drehende Walzen, Hindernisse und 3D-Effekte ein Fischerdorf darstellen. Auch „Shake & Roll“ ist neu und ermöglicht durch die Konstruktion Überschläge der Gondeln.
Auf dem Oktoberfest gilt keine Trachtenpflicht. Besucher können auch in legerer Kleidung kommen. Dirndl und Lederhosen sind zwar verbreitet, aber nicht vorgeschrieben.
Die Maß Bier kostet in diesem Jahr zwischen 14,80 Euro und 15,90 Euro. Im Durchschnitt liegt der Preis damit fast 2,5 Prozent über dem Vorjahr. Am teuersten ist die Maß in mehreren großen Zelten, darunter im Armbrustschützenzelt, bei Löwenbräu und in der Bräurosl. Am günstigsten ist sie im Museumszelt auf der Oidn Wiesn.
Die regulären Öffnungszeiten liegen montags bis donnerstags zwischen 10 und 23.30 Uhr, freitags von 10 bis 24 Uhr, samstags von 9 bis 24 Uhr und sonntags von 9 bis 23.30 Uhr. Die Käfer Wiesn-Schänke und Kufflers Weinzelt bleiben bis 1 Uhr geöffnet. Auf der Oidn Wiesn gelten montags bis donnerstags Öffnungszeiten von 10 bis 23.30 Uhr sowie freitags und samstags von 10 bis 24 Uhr.