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September 5, 2026
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Pentagon untersucht Informationsleck zu Munitionsbeständen mit Lügendetektoren

Das US-Verteidigungsministerium hat nach Berichten über eine mögliche Munitionsrationierung im Zusammenhang mit dem Krieg gegen Iran Lügendetektortests für rund 50 hochrangige Militärangehörige angeordnet. Die Untersuchungen sollen klären, wie als geheim eingestufte Informationen über die Munitionsbestände an Journalisten gelangten.

Die „New York Times“ berichtete, dass Mitglieder des Planungs- und Beratungsstabs des Pentagons zu den sogenannten Polygrafen-Tests verpflichtet worden seien. Auch CBS News berichtete über den umfangreichen Einsatz von Lügendetektoren. Beide Medien beriefen sich auf namentlich nicht genannte Beamte.

Nach den Berichten wurde Generalstabschef Dan Caine, der ranghöchste General der US-Streitkräfte, nicht getestet. Das Verteidigungsministerium wollte die Angaben auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP nicht kommentieren. Sprecher Sean Parnell erklärte, er äußere sich nicht zu internen Personal- oder Ermittlungsangelegenheiten.

Das Pentagon teilte zugleich mit, es nehme „alle Leaks klassifizierter Informationen zur nationalen Sicherheit äußerst ernst“ und gehe ihnen entsprechend nach. Dies sei entscheidend, um die Sicherheit der Vereinigten Staaten und der weltweit eingesetzten US-Truppen zu gewährleisten.

US-Medien hatten bereits im Juli berichtet, dass Washington wegen Versorgungsbedenken nach mehreren Monaten Krieg gegen Iran Munition rationiere. Regierungsvertreter wiesen diese Darstellung zurück. US-Präsident Donald Trump erklärte damals, die USA verfügten über „riesige Mengen“ Munition. Zugleich räumte er ein: „Von einigen der hochentwickelten Sachen hätten wir sicherlich gerne mehr.“

CBS News zufolge reagierte Trump sehr verärgert auf die Berichte. Nur wenige Menschen hätten Zugang zu den durchgestochenen Informationen gehabt.

Lügendetektortests bei hochrangigen militärischen und zivilen Amtsträgern sind laut CBS News grundsätzlich nicht ungewöhnlich. Die Zahl der nun getesteten Personen gelte jedoch als auffällig hoch. Bei einem Polygrafen werden körperliche Reaktionen wie Veränderungen des Blutdrucks erfasst. Ob sich daraus zuverlässig ableiten lässt, ob jemand die Wahrheit sagt oder lügt, ist wissenschaftlich umstritten.

Die Angaben basieren auf Berichten der „New York Times“ und von CBS News sowie auf Informationen der Nachrichtenagentur AFP.

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