Aryna Sabalenka hat ihre Drittrundenpartie bei den US Open wegen starken Marihuanageruchs kurz unterbrochen. Die Weltranglistenerste aus Belarus wandte sich im Louis Armstrong Stadium an die Schiedsrichterin, nachdem sie im ersten Satz beim Stand von 2:0 ihren Aufschlag abgebrochen hatte.
„Jemand raucht Weed. Willst du nicht mal etwas machen? Weil es so stark ist“, sagte die 28-Jährige während der Partie. Trotz der Unterbrechung setzte sie sich gegen Kamilla Rachimowa aus Usbekistan mit 6:3 und 6:4 durch und zog ins Achtelfinale ein.
Nach dem Match äußerte sich Sabalenka erneut zu dem Vorfall. „Leute, ihr könnt machen, was ihr wollt, ihr könnt rauchen, was ihr wollt, aber bitte nicht in der Nähe der Tennisplätze“, sagte sie bei der Pressekonferenz. Der Geruch habe es schwierig gemacht, sich auf ihre Leistung zu konzentrieren.
So stark habe sie Marihuanageruch bei einem Match noch nie wahrgenommen, erklärte die Titelverteidigerin. Wegen des starken Winds sei allerdings unklar gewesen, ob jemand innerhalb des Stadions oder außerhalb geraucht habe. Sabalenka hoffte, dass die Verantwortlichen und Besucher dafür künftig mehr Bewusstsein entwickeln.
Marihuanageruch ist bei den US Open seit Jahren ein wiederkehrendes Thema. Auf dem gesamten Gelände gilt eigentlich ein Rauchverbot. Seit Ende 2022 darf Marihuana in New York zu Genusszwecken legal verkauft werden.
Auch andere Tennisspieler haben sich bereits über den Geruch beschwert. Alexander Zverev berichtete nach einem Match, der gesamte Platz rieche nach Gras, und bezeichnete Court 17 als „Snoop Doggs Wohnzimmer“. Tamara Korpatsch sprach in diesem Jahr über besonders starken Geruch auf Trainingsplätzen in einem nahe der Anlage gelegenen Park. Sie sagte, sie habe Asthma und bekomme beim Einatmen des Geruchs keine Luft.