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Hitzestress bei Bäumen: An diesen Zeichen erkennen Gartenbesitzer die Gefahr

Lange Hitze- und Trockenphasen können Bäume im Garten erheblich belasten. Erste Hinweise zeigen sich häufig an den Blättern, Früchten und der Rinde. Nach Angaben von myHOMEBOOK sollten Gartenbesitzer deshalb auch auf weniger auffällige Veränderungen achten.

Bei Wassermangel schließen Bäume die Spaltöffnungen ihrer Blätter. Dadurch geben sie weniger Feuchtigkeit ab, können aber zugleich kaum noch Kohlendioxid aufnehmen. Der Baum schützt sich damit vor dem Austrocknen, wird in seiner Versorgung jedoch eingeschränkt.

Ein typisches frühes Warnsignal sind eingerollte Blätter. Tagsüber können sie sich zusammenrollen und sich erst am Abend wieder entfalten. Hält die Trockenheit an, verfärben sich die Blätter vorzeitig gelb oder braun. Anschließend können sie abfallen.

Auch Früchte reagieren auf den Stress. Apfelbäume etwa werfen ihre Früchte bei starker Hitze teilweise vorzeitig ab. Das gilt ebenso für andere Früchte wie Eicheln, die dann noch nicht ausgereift sind.

Bleibt der Boden weiter trocken, können Wurzeln und Baumkronen Schaden nehmen. Manche Folgen werden allerdings erst Wochen nach einer Hitzeperiode sichtbar. Selbst Äste, die noch voll belaubt und äußerlich gesund wirken, können infolge starken Trockenstresses abbrechen.

Zusätzlich besteht die Gefahr eines Sonnenbrands. Besonders häufig sind die Süd- und Südwestseiten der Stämme betroffen. Verfärbte Rinde, Risse oder eingesunkene Stellen können darauf hinweisen. An den Blättern zeigen sich mitunter helle Flecken und eine papierartige Struktur. Früchte können auf der sonnenzugewandten Seite helle, weiche oder eingesunkene Stellen bekommen.

Junge Bäume gelten als besonders gefährdet, weil ihre Wurzeln noch nicht tief genug in feuchtere Bodenschichten reichen. Großblättrige Arten wie Bergahorn und Sommerlinde verlieren zudem besonders viel Wasser durch Verdunstung. Als vergleichsweise trockenheitsverträglich werden Feldahorn, Hainbuche, Kornelkirsche und Elsbeere genannt.

Betroffene Bäume können sich häufig erholen, wenn sie rechtzeitig wieder ausreichend Wasser erhalten. Schäden an Wurzeln und Krone lassen sich dagegen oft nur über mehrere Jahre ausgleichen. Geschwächte Bäume sind außerdem anfälliger für Pilze und Schädlinge.

In Trockenphasen ist durchdringendes Gießen sinnvoller als kleine tägliche Wassermengen. Für jüngere Bäume gelten 50 bis 100 Liter Wasser pro Gießgang etwa einmal pro Woche als grober Richtwert. Eine Mulchschicht kann die Feuchtigkeit im Boden halten. Ein weiß gestrichener Stamm schützt die Rinde im Sommer zudem vor starker Sonneneinstrahlung.

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