Heute: September 8, 2026

Fortuna Düsseldorf: Arabis Transferumbau erhält gemischtes Zeugnis

Samir Arabi hat Fortuna Düsseldorf in diesem Sommer umfassend verändert. 19 externe Spieler kamen zum Verein, dafür wurden insgesamt 325.000 Euro an Ablösesummen ausgegeben. Eine Bewertung des neuen Kaders fällt insgesamt ordentlich, in den einzelnen Mannschaftsteilen aber unterschiedlich aus.

Arabi übernahm im Mai die Verantwortung bei Fortuna und musste unmittelbar die Kaderplanung vorantreiben. Als Nachfolger von Sven Mislintat war er dabei nach Einschätzung des Beitrags mit schwierigen Voraussetzungen konfrontiert. Gladbach-Manager Rouven Schröder hatte ihm dafür öffentlich Respekt ausgesprochen.

Im Tor verpasste Arabi zunächst die Verpflichtungen von Florian Kastenmeier und Marcel Lotka. Anschließend kam Lasse Rieß auf Leihbasis aus Mainz. Der Torhüter zeigte in der Vorbereitung zunächst starke Leistungen, wirkte gegen Ende jedoch unsicher und war zum Ligaauftakt ein Risiko. Louis Lord, der als Ersatz verpflichtet wurde, überzeugte dagegen als Pokal-Keeper und entwickelte sich zu einem Publikumsliebling. Für das Tor gibt es die Note 2.

In der Abwehr sollte Dominique Heintz als Führungsspieler beim Aufstieg helfen. Er verlor zunächst seinen Platz in der Startelf und fällt inzwischen verletzt aus. Auch Felix Meiser, der einen guten Eindruck hinterlassen hatte, zog sich eine schwere Verletzung zu. Arabi reagierte mit der Verpflichtung von Lukas Bornschein.

Der geplante Wechsel von Elias Egouli nach Elversberg platzte, wodurch Fortuna eine Million Euro weniger einnahm. Auf der linken Seite könnten Sascha Risch und Erik Wekesser ein langjähriges Problem lösen. Steven van der Sloot bleibt rechts bislang hinter den Erwartungen zurück. Er war allerdings noch unter Mislintat verpflichtet worden. Die Abwehr erhält die Note 3.

Im Mittelfeld setzte Trainer Alexander Ende auf eine Achse mit seinen früheren Münster-Spielern Jorrit Hendrix, Yassine Bouchama und Marcel Benger. Diese drei konnten bislang ebenso wenig überzeugen wie Jomaine Consbruch und Philipp Förster. Andreas Müller gilt dagegen bereits als sehr vielversprechender Transfer. Er kam ablösefrei und erzielte beim 1:0 gegen Stuttgart II den Siegtreffer. Das Mittelfeld wird mit der Note 3 bewertet.

Im Angriff haben Fabian Schleusener und Eric Hottmann das Potenzial für ein erfolgreiches Sturmduo in der 3. Liga. Schleusener erzielte bereits zwei Tore, Hottmann wartet noch auf seinen ersten Treffer. Noch fehlt es an Abstimmung und an ausreichender Unterstützung aus dem Mittelfeld. Der kurzfristig verpflichtete Filimon Gerezgiher könnte dabei helfen. Lukas Eixler und Miguel Goncalves sind zunächst als Ergänzungsspieler eingeplant. Für den Sturm gibt es die Note 2.

In der Gesamtbewertung tendiert der Transferumbau laut der zum Beitrag gehörenden BILD-Einschätzung zu einer 3+. Dabei wird berücksichtigt, unter welchen Voraussetzungen Arabi seine Arbeit aufgenommen hat. Auch der Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft wird positiv beurteilt. Letztlich müsse der Manager diese Entwicklung jedoch mit weiteren Siegen bestätigen.

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