Jakob Ingebrigtsen hat nach dem Diamond-League-Finale in Brüssel deutliche Kritik an seinen Konkurrenten geäußert. Der norwegische Olympiasieger wurde über 1500 Meter Vierter und zeigte sich nach dem Rennen sichtlich frustriert.
Ingebrigtsen hatte das Rennen früh schnell gemacht. Auf der Zielgeraden wurde er jedoch von den stärksten Läufern überholt. Den Sieg holte Cameron Myers aus Australien. Robert Farken, der einzige deutsche Starter in diesem Lauf, kam auf Platz neun.
Im Gespräch mit dem norwegischen Sender NRK nahm Ingebrigtsen anschließend kein Blatt vor den Mund. Er sagte, er gebe sein Bestes und laufe, um zu gewinnen, sei derzeit aber nicht stark genug. Zugleich bezeichnete er das Feld als „Haufen Feiglinge“ und sprach von einer „Gruppe von Verlierern“.
Besonders störte den 25-Jährigen die Renngestaltung seiner Gegner. Der Tempomacher habe vor ihm keine gute Arbeit geleistet, kritisierte Ingebrigtsen. Die anderen Läufer seien aktuell zwar besser als er, würden aber erst kurz vor dem Ziel angreifen. „Und dann kommen sie einfach, wenn noch 50 Meter übrig sind“, sagte er laut NRK.
Ingebrigtsen stürzte nach dem Lauf im Ziel. Über seine Konkurrenten sagte er außerdem, sie hätten „Todesangst“. Gleichzeitig kündigte der Norweger an, in einigen Monaten zurückzukehren. Dann werde er versuchen, alle deutlich zu schlagen.
Ingebrigtsen gewann 2021 in Tokio den Olympiatitel über 1500 Meter. 2024 holte er in Paris Gold über 5000 Meter. In diesem Jahr wurde er nach Angaben des Berichts von Achillessehnenproblemen geplagt.
Trotz dieser Beschwerden gewann der Norweger vor fast einem Monat bei den Leichtathletik-Europameisterschaften im britischen Birmingham die Goldmedaille über 5000 Meter. Zweiter wurde dort der deutsche Läufer Florian Bremm.