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Analyse bringt schon geringe Mengen Wurst mit höherem Krankheitsrisiko in Verbindung

Bereits kleine Mengen verarbeiteter Fleischprodukte stehen laut einer umfangreichen Analyse mit einem höheren Risiko für Typ-2-Diabetes, koronare Herzerkrankungen und Darmkrebs in Zusammenhang. Untersucht wurden dabei auch alltägliche Portionsgrößen, etwa Aufschnitt oder ein Wiener Würstchen.

Das Forschungsteam des Institute for Health Metrics and Evaluation (IHME) an der University of Washington wertete Daten von Millionen Teilnehmern aus. Dafür wurden zahlreiche Beobachtungsstudien zusammengeführt und die möglichen Zusammenhänge zwischen unterschiedlichen Verzehrmengen und Erkrankungsrisiken berechnet.

Beim Typ-2-Diabetes zeigte sich der Analyse zufolge bereits bei einer täglichen Menge von 0,6 bis 57 Gramm verarbeitetem Fleisch ein durchschnittlich um elf Prozent höheres Risiko. Bei 50 Gramm pro Tag lag der Anstieg demnach bei 30 Prozent. Diese Menge entspricht ungefähr zwei bis drei Scheiben Aufschnitt oder einem Wiener Würstchen.

Auch beim Darmkrebs wurde ein Zusammenhang festgestellt. Bei einem täglichen Verzehr zwischen 0,78 und 55 Gramm stieg das Risiko durchschnittlich um sieben Prozent. Wer regelmäßig 50 Gramm verarbeitetes Fleisch pro Tag aß, hatte laut Analyse ein um 26 Prozent höheres Darmkrebsrisiko.

Für koronare Herzerkrankungen wurde bei derselben täglichen Menge ein Risikoanstieg von 15 Prozent ermittelt. Die Ergebnisse beziehen sich auf statistische Zusammenhänge zwischen dem Verzehr und den untersuchten Erkrankungen.

Als mögliche Gründe für die gesundheitlichen Risiken nennt der Beitrag unter anderem Nitritpökelsalz sowie Stoffe, die beim Räuchern oder starken Erhitzen entstehen können. Die Weltgesundheitsorganisation stufte verarbeitetes Fleisch bereits 2015 als „krebserregend für den Menschen“ ein.

Die Ergebnisse passen zu den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Sie hat ihre Richtwerte für Fleisch und Wurst im Jahr 2024 auf höchstens 300 Gramm pro Woche gesenkt.

Die Analyse hat allerdings Grenzen. Da sie auf Beobachtungsstudien basiert, kann sie keine Ursache-Wirkungs-Beziehung beweisen. Sie zeigt lediglich, dass zwischen dem Verzehr verarbeiteter Fleischprodukte und den untersuchten Erkrankungen ein Zusammenhang besteht.

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