Die Europäische Kommission plant strengere Vorgaben für Kurzzeitvermietungen wie Airbnb. Damit soll der Mangel an bezahlbarem Wohnraum in stark vom Tourismus geprägten Städten eingedämmt werden.
Nach dem vorliegenden Entwurf könnten Kommunen künftig leichter Obergrenzen für Ferienwohnungen festlegen. Voraussetzung wäre, dass sich die Wohnraumknappheit nachweislich verschärft. Als möglicher Indikator gilt unter anderem ein zu hohes Verhältnis zwischen Immobilienpreisen und Einkommen.
Mit den geplanten Regeln will die EU außerdem einheitlichere Vorgaben schaffen. Städte wie Paris, Barcelona und Venedig sind bereits eigenständig gegen Angebote von Airbnb und vergleichbare Kurzzeitvermietungen vorgegangen.
Kritiker warnen nach Angaben von Nachrichtenagenturen vor unverhältnismäßigen Einschränkungen. Über den Entwurf müssen zunächst die Mitgliedstaaten der Europäischen Union und das Europäische Parlament beraten.
Die Nachricht wurde am 5. September 2026 im Programm des Deutschlandfunks ausgestrahlt.