Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft ist mit einer deutlichen Niederlage in die Basketball-Weltmeisterschaft im eigenen Land gestartet. Gegen Spanien verlor das Team von Bundestrainer Olaf Lange am Freitagabend in Berlin mit 53:83.
Vor 12.500 Zuschauerinnen und Zuschauern in der Arena am Ostbahnhof geriet Deutschland früh in Rückstand. Nach kurzer Zeit stand es 10:24 aus Sicht der Gastgeberinnen. Auch in den folgenden Spielabschnitten fand die Auswahl des Deutschen Basketballbundes kaum Mittel gegen die Spanierinnen.
Zur Halbzeit lag Deutschland bereits mit 24:50 zurück. Im dritten Viertel wuchs der Abstand zwischenzeitlich auf 31:59 an. Spanien überzeugte mit zahlreichen erfolgreichen Dreipunktewürfen und einem variablen Angriffsspiel. Deutschland kam dagegen nur selten zu gelungenen Offensivaktionen.
Die Niederlage ist besonders enttäuschend, weil die deutschen Basketballerinnen mit großen Ambitionen in das Heimturnier gegangen waren. In der Vorbereitung war von einer möglichen Medaille und von der bislang besten Generation deutscher Spielerinnen die Rede gewesen. Zudem hatten die deutschen Frauen vor der Weltmeisterschaft alle drei Testspiele verloren, in denen allerdings einige der besten Akteurinnen fehlten.
Auch beim WM-Auftakt musste das Team auf Satou Sabally verzichten. Die beste deutsche Basketballerin fällt wegen der Folgen einer Gehirnerschütterung aus. Ihre Schwester Nyara Sabally konnte dagegen nach einer Wadenverletzung rechtzeitig zum Turnierbeginn spielen. Sie erzielte zehn Punkte, konnte die klare Niederlage gegen Spanien aber nicht verhindern.
Leonie Fiebich kam auf 13 Punkte. Die Spanierinnen hatten sich offenbar besonders auf die Flügelspielerin vorbereitet. Frieda Bühner musste nach frühen Fouls zunächst auf der Bank Platz nehmen. Insgesamt blieb die deutsche Offensive hinter den Erwartungen zurück.
Für den weiteren Verlauf der Vorrunde bleibt Deutschland dennoch im Rennen um den Einzug ins Viertelfinale. Dafür muss die Mannschaft ihre nächsten Aufgaben jedoch deutlich erfolgreicher gestalten. Am Samstag steht das Spiel gegen Japan an, am Montag folgt die Partie gegen Mali.
„Der Korb war in der ersten Halbzeit wie vernagelt“, sagte Fiebich nach der Partie beim Sender Magentasport. Für die kommenden Spiele kündigte sie mehr Aggressivität an.
Der Beitrag basiert auf einem Bericht der Süddeutschen Zeitung.