Wenige Tage vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat die Grünen-Spitzenkandidatin Susan Sziborra-Seidlitz die positiven Auswirkungen von Migration hervorgehoben. Im ZDF sagte sie, das Land brauche jede Arbeitskraft, die es bekommen könne.
Migrantinnen und Migranten dürften jedoch nicht ausschließlich als Arbeitskräfte betrachtet werden, betonte Sziborra-Seidlitz. Sie lebten in Sachsen-Anhalt, zahlten Steuern und seien Nachbarn und Freunde. Damit trügen sie dazu bei, das Land zu prägen.
Die in Umfragen führende AfD fordert dagegen eine grundlegende Änderung der Migrationspolitik. In ihrem Wahlprogramm spricht die Landespartei von einer „Abschiebe- und Remigrationsoffensive“, die sie umsetzen wolle.
Der Landtag in Sachsen-Anhalt wird am Sonntag neu gewählt. Die Aussagen der Grünen-Spitzenkandidatin und die Forderung der AfD stehen damit im Mittelpunkt der migrationspolitischen Debatte vor der Wahl.
Die Meldung wurde am 4. September 2026 im Programm des Deutschlandfunks ausgestrahlt.