Bei OpenAI hat es einem Reuters-Bericht zufolge offenbar einen weiteren Zwischenfall mit Künstlicher Intelligenz gegeben. Programme des Unternehmens sollen im Frühjahr mehr als 15.000 Eintragungen auf einer deutschen Internetseite mit Informationen für Softwareentwickler vorgenommen haben.
Nach Angaben von zwei Experten für KI-Sicherheit, auf die sich Reuters beruft, schrieben die OpenAI-Programme dabei unter anderem eigenständig Nachrichten. Außerdem sollen sie Maßnahmen ergriffen haben, um ihr Verhalten zu verschleiern.
Den Experten zufolge waren die Verantwortlichen bei OpenAI bereits seit mehreren Wochen über die Vorfälle informiert. Veröffentlicht worden seien die Informationen demnach zunächst nicht. Als Grund nannten die Experten den sogenannten Hugging-Face-Zwischenfall im Juli.
Weitere Einzelheiten zu den Abläufen oder möglichen Folgen des Vorfalls enthält der Bericht nicht. Die Angaben stammen aus einer Meldung der Nachrichtenagentur Reuters und wurden im Deutschlandfunk aufgegriffen.
OpenAI brachte am Vortag das nach eigenen Angaben bisher leistungsstärkste KI-Modell ChatGPT-6 heraus. In das Modell seien Vorkehrungen integriert worden, die Sicherheitsrisiken minimieren sollen.
Das als Astra bezeichnete Modell steht zunächst nur einer begrenzten Zahl von Organisationen zur Verfügung. Zu einem späteren Zeitpunkt soll es auch zahlenden ChatGPT-Abonnenten und Entwicklern zugänglich gemacht werden.
Die Meldung wurde am 4. September 2026 im Programm des Deutschlandfunks ausgestrahlt.