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September 4, 2026
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Kölner Sozialpfarrer Meurer wirbt für mehr Engagement in der Demokratie

Der Kölner Sozialpfarrer Franz Meurer hat zu mehr ehrenamtlichem Engagement und einer stärkeren Beteiligung gesellschaftlicher Gruppen aufgerufen. Im Interview der Woche des Deutschlandfunks sagte er, Kommunen und Staaten könnten das Zusammenleben ohne die Unterstützung von Vereinen und anderen Gruppen nicht organisieren.

Meurer bezeichnete das Erleben von Füreinander, Miteinander und Beieinander als „Treibmittel der Demokratie“. Ein bloßes Nebeneinander oder Gegeneinander reiche für das gesellschaftliche Zusammenleben nicht aus.

Demokratie sei zunächst eine Lebensform, in der Menschen einander respektierten und Minderheiten geschützt würden, erklärte der Sozialpfarrer. Außerdem müsse man von der Situation der Menschen her denken. Demokratie funktioniere nicht ausschließlich von oben nach unten, sondern werde vor Ort erlernt und müsse dort immer wieder neu verankert werden.

Franz Meurer arbeitet seit mehr als 30 Jahren in zwei armutsgefährdeten Kölner Stadtteilen. Zu seinen Anliegen gehören der Einsatz für benachteiligte Menschen, der Dialog zwischen den Religionen und eine Öffnung der katholischen Kirche.

Der bundesweit bekannte Sozialpfarrer geht zum 1. Oktober in den Ruhestand. Das Interview der Woche wird nach Angaben des Deutschlandfunks am Sonntag ab 11.05 Uhr ausgestrahlt und ist bereits ab dem folgenden Tag in der Deutschlandfunk-App verfügbar.

Die Meldung wurde am 4. September 2026 im Programm des Deutschlandfunks gesendet.

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