Nach einem Hackerangriff auf die Berliner Senatsverwaltung haben mutmaßliche Täter gestohlene Daten im Darknet veröffentlicht. Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, stellte die Hackergruppe Rhysida rund 1,4 Millionen Datensätze zum Abruf bereit.
Unter den veröffentlichten Informationen sollen sich auch Angaben befinden, die für die Sicherheit Berlins und Deutschlands relevant sind. Nach Informationen des „Tagesspiegels“ betreffen die Daten unter anderem den Zivilschutz sowie Objekte, die im Verteidigungsfall besonders geschützt werden müssten. Genannt werden Krankenhäuser, Tanklager und Notstromanlagen.
Auch geheime Dokumente zu Rüstungsunternehmen sollen in dem Datenbestand zu finden sein. Welche konkreten Folgen die Veröffentlichung hat, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor.
Die Berliner Senatskanzlei kündigte an, betroffene Bürgerinnen und Bürger möglichst direkt zu informieren. Menschen, deren Daten veröffentlicht wurden oder für Straftaten wie Betrug und Identitätsmissbrauch verwendet wurden, wurde empfohlen, Strafanzeige zu erstatten.
Nach eigenen Angaben hatten die Hacker an fünf Tagen im August unbemerkt Zugriff auf die Netze der Berliner Senatsverwaltungen für Bauen und Verkehr. Die kriminelle Gruppe forderte ein Lösegeld von umgerechnet rund zwei Millionen Euro.
Das von den Angreifern gesetzte Ultimatum lief am Nachmittag aus. Der Berliner Senat hatte zuvor erklärt, auf derartige Erpressungen grundsätzlich nicht einzugehen.
Die Angaben stammen aus übereinstimmenden Medienberichten und einer am 4. September 2026 im Programm des Deutschlandfunks verbreiteten Nachricht.