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September 4, 2026
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Dürre in Frankreich: Klimawandel bedroht jeden zehnten Bauernhof

In Frankreich sind nach Angaben des Agrarministeriums 30.000 bis 35.000 Bauernhöfe durch die Folgen des Klimawandels in ihrer Existenz bedroht. Das entspricht rund zehn Prozent aller französischen Betriebe.

Die Regierung in Paris reagiert mit einem Hilfspaket für die von der Dürre betroffene Landwirtschaft. Landwirtschaftsministerin Annie Genevard kündigte Unterstützung im Umfang von insgesamt einer Milliarde Euro an. Darin enthalten sind 520 Millionen Euro an Soforthilfen für Schäden durch extreme Wetterereignisse.

Der größte französische Bauernverband FNSEA beziffert die Verluste der Landwirte in diesem Sommer allerdings auf mehr als zehn Milliarden Euro. Genevard verteidigte die geringere Summe des staatlichen Pakets mit den laufenden Verhandlungen über einen neuen Staatshaushalt. Sie bezeichnete die Unterstützung als „enorme Anstrengung“.

Nach Angaben des Ministeriums handelt es sich um eine Rekordzahl an Betrieben, die durch die Folgen des Klimawandels gefährdet sind. Besonders stark betroffene Höfe könnten nach Einschätzung von Marie-Andrée Besson von der Organisation „Solidarité paysans“ jedoch leer ausgehen. Sie sagte dem Sender Franceinfo, dass unter anderem kleinere Betriebe häufig gar nicht für staatliche Hilfen infrage kämen.

Die französische Landwirtschaft steht mit den Problemen nicht allein da. Auch in Deutschland leiden die Bauern unter dem Dürresommer. Bundesagrarminister Alois Rainer rief wegen der schweren Schäden an landwirtschaftlichen Flächen eine „Krise von nationaler Tragweite“ aus. In einigen Regionen hätten Trockenheit und Hitze teils „verheerende Spuren“ hinterlassen.

Auch Deutschland stellte ein Hilfsprogramm in Höhe von einer Milliarde Euro in Aussicht. Im Mittelpunkt stehen zwei Liquiditätsprogramme, über die Landwirte unbürokratische Darlehen zu niedrigen Zinsen erhalten sollen. Der deutsche Bauernverband hält die Maßnahmen jedoch ebenfalls für unzureichend. Die Betriebe benötigten kurzfristig liquide Mittel, um im Herbst die nächste Ernte finanzieren zu können, erklärte Generalsekretärin Stefanie Sabet.

Die Folgen der schwierigen Bedingungen zeigen sich auch in der deutschen Erntebilanz 2026. Die Getreidemenge sank im Vergleich zum Vorjahr um 7,3 Prozent auf rund 37,4 Millionen Tonnen. Neben den Dürreschäden belasten steigende Produktionskosten und sinkende Erzeugerpreise die Landwirtschaft.

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