In Stuttgart findet am Samstag und Sonntag das Finale der Urban-Downhill-Serie Red Bull Cerro Abajo statt. Zu den Favoriten gehört der deutsche Mountainbike-Profi Johannes Fischbach. Für das Rennen setzt der 38-Jährige auf ein speziell angepasstes Raymon Rokua in der Enduro-Version.
Bei der Deutschland-Premiere werden nach Angaben des vorliegenden Berichts rund 25.000 Zuschauer erwartet. Das Rennen beginnt jeweils ab 15 Uhr und wird live im SWR sowie bei Red Bull TV übertragen.
Die Strecke führt durch den Stuttgarter Kessel. Sie ist 1,2 Kilometer lang und weist 130 Höhenmeter auf. Dabei sollen Geschwindigkeiten von rund 60 km/h erreicht werden. Für Fahrer und Material bedeutet das eine hohe Belastung.
Fischbach stammt aus Rehau und ist mehrfacher deutscher Downhill-Meister. Der Bayer war viele Jahre im Weltcup aktiv. 2016 gewann er bereits die Gesamtwertung des Red Bull Cerro Abajo und wurde damit zum inoffiziellen Weltmeister im Urban Downhill.
Sein Arbeitsgerät ist ein Raymon Rokua mit 170 Millimetern Federweg an der Gabel und am hinteren Dämpfer. Der große Federweg soll harte Schläge und Landungen abfedern. Im Downhill-Sport gelten 200 Millimeter als Maximum.
Für den Auftritt in Stuttgart wurde das Fahrrad besonders gestaltet. Auf dem Rahmen ist das Logo des Rennens zu sehen, auf dem Oberrohr die Silhouette der Stadt. Auf der Dämpfer-Wippe steht Fischbachs Name vor einem schwarz-rot-goldenen Hintergrund. „Das ist crazy. Ich habe noch nie so ein schönes Fahrrad gesehen. Also es ist echt brutal“, sagte Fischbach laut dem vorliegenden Material.
Der Rahmen besteht aus Vollkarbon. Für möglichst wenig Bodenkontakt fährt Fischbach eine besonders kleine Schaltkassette und einen kleineren Schaltkäfig. Auf eine absenkbare Sattelstütze verzichtet er. Der Sattel sei ohnehin tief, zudem sei die Strecke so kurz, dass er sich nicht hinsetzen müsse, erklärte der Fahrer. Er erwarte ein „extrem schnelles Sprintrennen“.
Das Bike ist als sogenannte Mullet-Version aufgebaut. Vorn kommt ein 29-Zoll-Laufrad zum Einsatz, das Hindernisse wie Treppen und Kanten besser überrollen soll. Hinten nutzt Fischbach ein 27,5-Zoll-Laufrad, das für mehr Wendigkeit sorgen soll.
Zusätzlich stimmt er das Fahrwerk besonders straff ab. Der Reifendruck liegt normalerweise bei 2,1 Bar vorn und 2,4 Bar hinten. Für Stuttgart könnte er den Druck noch verändern. Beim Rennen in Genua im Juni hatte Fischbach die großen Noppen seiner Reifen entfernt und sie damit zu Slicks gemacht. Ob er dieses Setup auch in Stuttgart verwendet, ist offen.
Quelle des im Material enthaltenen Videobeitrags: Red Bull Media House.