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Jane Fonda über ihren Aktivismus: „Mein Leben davor war sinnlos“

Jane Fonda blickt auf ihr Leben vor dem politischen Engagement kritisch zurück. In einem Interview mit dem US-Magazin „Variety“ sagte die Schauspielerin, sie sei mit 33 Jahren zur Aktivistin geworden. „Mein Leben davor war sinnlos. Einfach nichts“, erklärte sie.

Fonda engagierte sich nach eigenen Angaben während des Vietnamkriegs in den Siebzigerjahren politisch. Zwar habe es damals heftige Gegenreaktionen gegeben, doch sie sei Teil einer Bewegung gewesen und nicht allein. Das sei besonders wichtig gewesen, sagte die 88-Jährige.

Ihr Aktivismus beschränkt sich inzwischen nicht auf politische Themen außerhalb der Filmbranche. Im vergangenen Jahr reaktivierte Fonda das „Committee for the First Amendment“ (CFA), das sich in Hollywood unter anderem für die Meinungsfreiheit einsetzt.

Besonders deutlich positioniert sie sich gegen die geplante Übernahme des Hollywood-Unternehmens Warner Bros. durch Paramount Skydance. Hinter Paramount steht die Familie des Softwaremilliardärs Larry Ellison. Fonda befürchtet im Fall der Übernahme erhebliche Folgen für Beschäftigte und die Branche. „Tausende und Abertausende von Menschen würden ihren Arbeitsplatz verlieren“, sagte sie. Zudem werde Hollywood seine Macht verlieren.

Auch der Schauspieler Mark Ruffalo hatte sich wiederholt gegen die Fusion ausgesprochen. Darüber hinaus setzt er sich für die Freilassung des palästinensischen Gefangenen Marwan Barghouthi ein. Nachdem Ruffalo daraufhin als antisemitisch bezeichnet worden war, stellte sich Fonda hinter ihn. Sie warf Ellison vor, Ruffalo wegen dessen Haltung zur Fusion Antisemitismus vorzuwerfen, und sagte: „Larry Ellison sollte sich schämen.“

Fonda sieht in der Gemeinschaft einen wichtigen Schutz für Aktivistinnen und Aktivisten. Ruffalo habe Unterstützer und sei Teil einer Bewegung, sagte sie. Sie selbst habe keine Angst vor US-Präsident Donald Trump. „Er kann mir nichts anhaben.“ Zugleich verwies sie darauf, dass dies für andere Menschen nicht gelte, und rief dazu auf, sich der Bewegung anzuschließen. „In Zeiten wie diesen müssen wir zusammenhalten“, sagte Fonda.

Neben ihrem politischen Engagement freut sich die Schauspielerin nach eigenen Angaben auf eine Rückkehr vor die Kamera. Sie soll im kommenden Jahr in einer Verfilmung von Virginia Evans’ Roman „Die Briefeschreiberin“ mitwirken. Nach fünf Jahren ohne schauspielerische Arbeit vermisse sie es, in eine andere Rolle zu schlüpfen, erklärte Fonda. Ihre Arbeit mit den Mitstreiterinnen und Mitstreitern in der Bewegung liebe sie jedoch ebenfalls.

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