Neun Tage nach einer verheerenden Sturzflut im Himalaya sind in Nepal zwei verschüttete Arbeiter gerettet worden. Die Männer wurden nach Angaben nepalesischer Regierungsvertreter wohlbehalten aus einem Tunnel des Wasserkraftwerks Trishuli 3A geborgen.
Die Flut war am 26. August nach einem Gletscherabbruch ausgelöst worden. Mindestens 1250 Menschen kamen dabei ums Leben, mehr als 4200 gelten weiterhin als vermisst. Nach vorläufigen Angaben der nepalesischen Katastrophenschutzbehörde belaufen sich die Schäden auf mindestens 2,56 Milliarden Dollar. Rund 20.000 Häuser müssen demnach wieder aufgebaut werden, mindestens 7500 wurden zerstört.
Volkswagen plant weitreichenden Umbau
Volkswagen hat die Weichen für ein umfangreiches Sanierungsprogramm gestellt. Der Aufsichtsrat billigte die Pläne der Konzernleitung. In den kommenden Jahren will der Autobauer unter anderem weitere 50.000 Stellen abbauen und die Zahl seiner Modelle verringern. Vier Werke in Deutschland sind weiterhin gefährdet.
Mit der Zustimmung zum Zukunftsplan 2030 soll nach Angaben des Konzerns eine langfristige und nachhaltige Entwicklung gesichert werden. Volkswagen steht wie andere deutsche Autobauer unter Druck. Als Gründe werden das rückläufige China-Geschäft, hohe US-Zölle und sinkende Gewinnmargen genannt.
EU-Innenminister beraten über Abschiebezentren
In Kopenhagen wollen die Innenminister mehrerer EU-Staaten über sogenannte Return Hubs außerhalb der Europäischen Union beraten. An dem Vorhaben sind neben Dänemark und Deutschland auch die Niederlande, Österreich und Griechenland interessiert. Nach den Plänen sollen Menschen, deren Aufnahme in der EU abgelehnt wurde, in solchen Zentren untergebracht werden, bis eine Rückkehr in ihr Herkunftsland möglich ist.
Deutschland führt nach Angaben einer Sprecherin des Bundesinnenministers erste Gespräche mit möglichen Partnerländern. Hintergrund ist, dass abgelehnte Migranten bislang in Europa versorgt werden müssen, wenn ihre Herkunftsländer sie nicht zurücknehmen oder gültige Papiere fehlen.
Deutschland, Frankreich und Polen kündigen gemeinsame Reaktion an
Nach dem mutmaßlichen Anschlagsversuch mit einer Sprengstoffdrohne am Flughafen Leipzig/Halle haben Deutschland, Frankreich und Polen ein gemeinsames Vorgehen gegen Bedrohungen aus Russland angekündigt. Die drei Länder wollen nach den Beratungen ihrer Außenminister die europäische Friedensordnung verteidigen und die Ukraine weiter entschlossen unterstützen.
Eine im August von Flughafenmitarbeitern entdeckte Drohne war mit Sprengstoff ausgestattet. Die Bundesregierung macht Russland für den Vorfall verantwortlich. Die Führung in Moskau weist eine Beteiligung zurück.
Produktion von Drohnen für die Ukraine gestartet
Im Großraum München hat die Fertigung von Kampfdrohnen mit großer Reichweite für die Ukraine begonnen. Das deutsch-amerikanische Rüstungsunternehmen Auterion und sein ukrainischer Partner Airlogix teilten mit, dass die ersten Flugkörper eines Auftrags von mehr als 5000 Drohnen hergestellt worden seien. Bis Mitte kommenden Jahres soll die Produktion abgeschlossen sein. Industriekreise beziffern den Auftragswert auf rund 300 Millionen Euro.
Die mit künstlicher Intelligenz ausgestatteten Drohnen sind Teil der deutschen Unterstützung für die Ukraine. Eines der Modelle verfügt über mittlere Reichweite, das andere kann bis zu 1500 Kilometer weit fliegen.
Studie: Wasserspeicherung in Deutschland nimmt ab
Deutschland wird nach einer Studie trockener. Satellitendaten zeigen demnach, dass die Wasserspeicherung im Boden seit 2015 deutlich zurückgegangen ist. Im Vergleich zu den 15 Jahren zuvor habe die Trockenheit zugenommen, teilte das Helmholtz-Zentrum für Geoforschung in Potsdam mit.
Das feuchte Jahr 2024 hatte die Wasserspeicherung vorübergehend erhöht. Danach setzte sich der Rückgang jedoch wieder fort. Nach Angaben des Forschungszentrums fehlten Deutschland im Juni im Vergleich zum langjährigen Mittel 25 Milliarden Tonnen Wasser. Das entspricht mehr als der Hälfte der Wassermenge des Bodensees.