Argentiniens Präsident Javier Milei hat den Anspruch seines Landes auf die Falklandinseln bekräftigt. Anlass sind Pläne einer britisch-israelischen Firmengruppe, in einem Hochseegebiet nahe der Inseln Erdöl zu fördern.
In einer Fernsehansprache kündigte Milei an, Sanktionen gegen Unternehmen voranzutreiben, die ohne Zustimmung Argentiniens in dem Gebiet investieren. Er bezeichnete die Falklandinseln dabei als „besetztes Territorium“. Außerdem stellte der Präsident den Bau des größten Kriegsmarinehafens im südlichen Atlantik in Aussicht.
Die Falklandinseln liegen mehrere hundert Kilometer östlich der Südspitze Argentiniens. Sie sind ein britisches Überseegebiet, werden aber seit 1833 von Argentinien beansprucht.
1982 griff die damalige argentinische Militärjunta die Inseln an. Nach knapp vier Wochen Krieg mit den herbeigeeilten britischen Truppen kapitulierte Argentinien. In der Folge stürzte die Militärdiktatur.
Zuletzt hatte sich der US-Präsident Trump zurückhaltend zu den britischen Herrschaftsansprüchen über die Inseln geäußert.
Die Meldung wurde am 4. September 2026 im Programm des Deutschlandfunks gesendet.