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Verdächtiger Gegenstand an Umspannwerk in Dormagen entdeckt – Polizeieinsatz in Oldenburg

An einem Umspannwerk in Dormagen ist ein verdächtiger Gegenstand entdeckt worden. Nach Angaben der Polizei handelt es sich vermutlich um eine Abschussvorrichtung. Einen Sabotageakt habe es dort jedoch nicht gegeben. Die Ermittler gehen nach dem Eingang eines Bekennerschreibens von einem möglichen Sabotagedelikt aus.

Ein Spaziergänger hatte den Gegenstand am Vorabend an der Anlage gefunden. Nach Informationen der „Bild“-Zeitung wurden zudem selbstgebaute Raketen mit Zeitschaltuhren entdeckt. Die Polizei fahndet nach dem Verfasser des Bekennerschreibens.

In dem Schreiben soll der Urheber erklärt haben, mit seiner Aktion gegen die fossile Energieindustrie vorgehen zu wollen. Außerdem seien weitere mögliche Anschlagsziele genannt worden. Deshalb suchen Einsatzkräfte nach Angaben der Polizei auch an anderen Umspannwerken nach Abschussvorrichtungen oder weiteren verdächtigen Gegenständen.

Parallel dazu läuft seit der Nacht ein Polizeieinsatz an einem Umspannwerk in Ganderkesee im niedersächsischen Landkreis Oldenburg. Mehrere Medien berichteten, dass Einsatzkräfte das Gelände umstellt hätten. Das Technische Hilfswerk soll den Bereich taghell ausgeleuchtet haben. Die Hintergründe des Einsatzes sind bislang nicht geklärt. Die Polizei sprach lediglich von „verdächtigen Umständen“.

Dem aktuellen Fall in Dormagen gingen weitere Angriffe auf Umspannwerke voraus. Vor zwei Tagen war es in Bergheim westlich von Köln zu einem Anschlag gekommen. In der Folge mussten mehrere Blöcke zweier nahe gelegener Kohlekraftwerke heruntergefahren werden.

Auch bei Jänschwalde in Brandenburg hatte es zuvor einen ähnlichen Angriff gegeben. Zu diesem Fall ging bei der „taz“ ebenfalls ein Bekennerschreiben eines angeblichen Klimaaktivisten ein. Die Echtheit des Schreibens ist jedoch unklar. In beiden Fällen gehen die Ermittler von verfassungsfeindlicher Sabotage aus.

Als Reaktion auf den Angriff nahe dem Kraftwerk Jänschwalde kündigte das brandenburgische Innenministerium ein neues Sicherheitszentrum zum Schutz kritischer Infrastruktur an. Innenminister Redmann erklärte, die Anzeichen verdichteten sich, dass die Attacken in Jänschwalde und Bergheim Teil eines koordinierten Angriffs auf die Energieversorgung seien.

Zu kritischer Infrastruktur zählen unter anderem Energie, Informationstechnik, Transport, Gesundheit, Wasser, Ernährung sowie Staat und Verwaltung. Ihre Beeinträchtigung oder ihr Ausfall kann zu Versorgungsengpässen und Störungen der öffentlichen Sicherheit führen.

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