Israels Minister für Nationale Sicherheit, Ben-Gvir, unterstützt den Vorstoß von Verteidigungsminister Katz zur Umsiedlung der Bevölkerung des Gazastreifens. Der Politiker der Partei „Jüdische Stärke“ schlug dafür die Einrichtung eines neuen Ministeriums vor.
Nach seinen Vorstellungen könnte die Behörde mit einem Budget von umgerechnet bis zu 17 Milliarden Euro ausgestattet werden. Ben-Gvir stellte sich damit hinter Katz, der das Thema erneut öffentlich angesprochen hatte.
Der Likud-Politiker sagte auf einer Konferenz zu Demokratie und Gesellschaft, es gebe letztlich „keine andere Lösung für den Gazastreifen“. Wohin die Menschen gebracht werden könnten, müsse allerdings noch von der US-Regierung geklärt werden.
Einen ähnlichen Plan hatte der damalige US-Präsident Trump Anfang des vergangenen Jahres vorgestellt. Nach seinen Vorstellungen sollten rund zwei Millionen Menschen den Gazastreifen verlassen. Anschließend sollte das Gebiet in ein Luxus-Urlaubsresort umgewandelt werden.
Eine Zwangsumsiedlung von Zivilisten in besetzten Regionen gilt nach den Genfer Konventionen als Kriegsverbrechen. Der Deutschlandfunk berichtete über die erneuten Vorstöße am 4. September 2026.