Das Ifo-Institut erwartet für die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr ein deutlich stärkeres Wachstum als bislang angenommen. Die Münchner Ökonomen rechnen mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 1,4 Prozent. Damit liegt ihre neue Prognose 0,6 Prozentpunkte über der bisherigen Einschätzung.
Auch für das kommende Jahr zeichnet das Institut ein positives Bild. Nach seiner aktuellen Einschätzung könnte die deutsche Wirtschaft dann um 1,2 Prozent wachsen. Weitere Einzelheiten zu den Gründen für die Anpassung der Ifo-Prognose enthält die vorliegende Meldung nicht.
Mit der Anhebung reiht sich das Ifo-Institut in eine Reihe anderer Wirtschaftsforschungsinstitute ein, die zuletzt ebenfalls optimistischere Vorhersagen veröffentlicht haben. Das RWI aus Essen erwartet für dieses Jahr ein Wachstum von 1,3 Prozent. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin geht von einem Plus von 1,2 Prozent aus.
Nach Einschätzung des RWI ist die deutsche Wirtschaft dank der Exporte besser durch das erste Halbjahr gekommen, als zunächst erwartet worden war. Das sagte der RWI-Konjunkturchef Schmidt. Die Entwicklung habe damit zu den optimistischeren Prognosen beigetragen.
Trotz der Erholung bestehen nach Angaben des RWI weiterhin strukturelle Probleme. Dazu zählen hohe Energiepreise, eine umfangreiche Bürokratie und eine schwache Wettbewerbsfähigkeit. Diese Faktoren bremsen die deutsche Wirtschaft weiterhin aus.
Die neue Ifo-Prognose bezieht sich auf das laufende Jahr und das kommende Jahr. Die Meldung wurde am 3. September 2026 im Programm Deutschlandfunk ausgestrahlt.