Der SC Magdeburg hat das Liga-Duell gegen die Füchse Berlin mit 36:32 (13:14) gewonnen. Vor 6600 Zuschauern in der ausverkauften Getec-Arena setzte sich der Deutsche Meister im zweiten direkten Vergleich der Saison gegen den Pokalsieger durch.
Die Partie begann mit hohem Tempo und großer Härte. Bereits in der ersten Halbzeit mussten die Berliner Max Darj und Lauro Pichiri wegen blutender Nasen auf der Bank behandelt werden. Auf Magdeburger Seite fehlte Ómar Ingi Magnússon wegen Fieber.
Sportlich erwischte der SCM zunächst den besseren Start und führte in der elften Minute mit 5:2. Die Füchse fanden jedoch ins Spiel und setzten im Angriff über weite Strecken auf eine 7-gegen-6-Überzahl. Nach mehreren vergebenen Chancen gelang Berlin in der 27. Minute beim 12:9 erstmals eine Führung mit drei Toren.
Kurz vor der Pause mussten die Füchse allerdings einen schweren Rückschlag hinnehmen. Frederik Simak erhielt nach einem Foul und anschließender Videokontrolle in der 30. Minute die Rote Karte. Der Berliner Abwehrspieler fehlte damit in der zweiten Hälfte. Zur Pause lag Berlin noch mit 14:13 vorne.
Nach dem Seitenwechsel übernahm Magdeburg zunehmend die Kontrolle. In der 41. Minute baute der Gastgeber seinen Vorsprung auf fünf Tore zum 24:19 aus. Auch die Leistung von Torhüter Dominik Kuzmanović trug zum Umschwung bei. Einen Ball hielt der Magdeburger sogar mit dem Kopf.
Die Füchse konnten den Rückstand nicht mehr entscheidend verkürzen. Mathias Gidsel erzielte sechs Tore bei acht Versuchen und drehte erst in der Schlussphase auf. In der 53. Minute sah zudem Magdeburgs Gisli eine Rote Karte, nachdem er beim Stand von 31:26 Leo Prantner zu Fall gebracht hatte.
SCM-Trainer Bennet Wiegert sagte nach dem Spiel: „Beide Teams haben bedingungslos gekämpft. Am Ende hilft uns unsere Torhüterleistung.“ Kuzmanović betonte beim MDR, die Halle und die Fans hätten der Mannschaft in der zweiten Halbzeit sehr geholfen.
Für die Füchse Berlin war es nach der 31:38-Niederlage im Supercup bereits die zweite Niederlage gegen Magdeburg. Am Rande der Begegnung wurde außerdem über eine mögliche Verpflichtung eines französischen Nationalspielers für die Berliner spekuliert. Als Name fiel Aymeric Zaepfel.