Ein Hausbesitzer in der dänischen Gemeinde Rebild hat beim Graben für eine neue Terrasse einen 18,5 Kilogramm schweren Silberschatz aus der Wikingerzeit entdeckt. Nach Angaben des Historischen Museums Nordjütlands handelt es sich um den größten bekannten Silberfund Dänemarks.
Der Mann wollte auf seinem Grundstück zunächst lediglich hartnäckiges Gras, Steine und Kies entfernen. Nach etwa einer halben Stunde stieß seine Schaufel auf einen Gegenstand, der ein ungewöhnliches Geräusch machte. Zunächst hielt er ihn für altes Eisen. Beim weiteren Graben fand er jedoch Schmuckstücke, Münzen und Silberbarren.
„Es wurde zur größten Überraschung meines Lebens“, erklärte der anonym bleiben wollende Finder dem Museum. Insgesamt kamen etwa 320 verschiedene Objekte ans Licht.
Ein Teil des Schatzes lag in einem ursprünglichen Tongefäß. Darin befanden sich 6,4 Kilogramm Silber. Weitere Fundstücke waren in der Erde rund um den Fundort verteilt. Zusammengenommen wurden 18,5 Kilogramm Silber geborgen.
Einige der Objekte tragen eingravierte Runen. Auf einem Silberbarren könnte das Wort „Hutu“ stehen. Nach Angaben des Museums ist möglich, dass es sich dabei um den Namen des früheren Besitzers handelt. Eine endgültige Einordnung dieser Inschrift wird in dem Bericht nicht genannt.
Der Archäologe Torben Sarauw vom Museum bezeichnete den Fund als besonders bedeutend für das Verständnis der Wikingerzeit in Dänemark. Der Schatz soll künftig in einem Museum ausgestellt werden. Wie hoch sein Wert ist, wurde bislang nicht öffentlich bekanntgegeben.