Der Volksfestexpress zwischen Freising und dem Ampertal fährt wieder. Nachdem die Stadt Freising den Service 2024 aus finanziellen Gründen eingestellt hatte, übernehmen nun die Mitgliedsgemeinden des Netzwerks ILE Ampertal die Kosten.
An den beiden Volksfestwochenenden verkehren Busse auf vier Linien. Sie verbinden zahlreiche Orte im Umland mit dem Freisinger Volksfest und bringen Besucher anschließend wieder zurück. Eine Fahrt kostet drei Euro, Kinder unter zehn Jahren fahren kostenlos mit.
Der Volksfestbus ist an den Tagen 4., 5., 6., 11., 12. und 13. September unterwegs. Die Tickets sind direkt beim Busfahrer erhältlich.
Die vier Linien führen von Zolling über Haag nach Langenbach, von Kirchdorf über Wolfersdorf, von Allershausen über Kranzberg sowie nach Fahrenzhausen. Die Gemeinden Hohenkammer, Attenkirchen und Paunzhausen sind nicht angebunden. Eine weitere Ausweitung hätte die Fahrtzeiten nach Angaben des Berichts zu stark verlängert.
Die Finanzierung geht auf eine Initiative der Gemeinde Kirchdorf zurück. Das Defizit der vier Buslinien teilen die beteiligten Mitgliedsgemeinden proportional zu ihrer Einwohnerzahl. Auch die Stadt Freising ist Mitglied der ILE Ampertal und beteiligt sich deshalb anteilig an den Kosten.
Hintergrund für die frühere Einstellung des Angebots war ein Konsolidierungsgutachten des Kommunalen Prüfungsverbands aus dem Jahr 2023. Darin wurde der Volksfestexpress als freiwillige Leistung der Stadt kritisch bewertet. Unter anderem verwiesen die Prüfer darauf, dass der Service nicht ausschließlich von Bürgerinnen und Bürgern Freisings genutzt wurde. Zudem waren die Nutzerzahlen vergleichsweise niedrig. Der Finanzausschuss des Stadtrats beendete das Angebot daraufhin.
Nun soll eine Zählung zeigen, wie stark die Busse tatsächlich genutzt werden. Die Freisinger Polizei begrüßt die Rückkehr des Volksfestexpresses. Nach Einschätzung von Polizeichef Andreas Wegmaier könnte dadurch der eine oder andere Besucher das Auto stehen lassen. Taxifahrten von Freising ins Umland seien inzwischen häufig zu teuer.
Die Stadt Freising erhofft sich außerdem eine Entlastung des Parkhauses und der Parkplätze rund um das Volksfestgelände. Der Volksfestbus gilt innerhalb der ILE Ampertal als „Leuchtturmprojekt“. Die Informationen stammen aus einem Bericht der Süddeutschen Zeitung (SZ).