In Guinea-Bissau hat eine Mehrheit der Wähler bei einem Referendum für eine neue Verfassung gestimmt. Nach Angaben der Behörden stellten sich rund 70 Prozent der Teilnehmer hinter die von der Militärregierung vorgeschlagene Reform.
Zu den zentralen Änderungen gehört eine Stärkung des Präsidentenamts. Außerdem soll die Zahl der Abgeordneten in der Nationalversammlung von bisher 102 auf 65 sinken.
Guinea-Bissau hat etwas mehr als zwei Millionen Einwohner. Das westafrikanische Land wird seit einem Putsch im vergangenen November von General N’Tam regiert.
Noch vor dem Jahresende soll eine allgemeine Wahl stattfinden. Damit ist ein Übergang zurück zu einer zivilen Regierung vorgesehen.
Die westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas hatte die Mitgliedschaft Guinea-Bissaus nach dem Putsch ausgesetzt. Die Angaben zum Ausgang des Referendums stammen von den Behörden des Landes.