Borussia Dortmund hat die Erstrundenpartie im DFB-Pokal beim Hamburger Oberligisten HEBC deutlich gewonnen. Der BVB setzte sich am Montagabend im Hamburger Volksparkstadion mit 5:0 (4:0) durch und machte kurz vor Ende der Transferperiode zudem die Leihe von Ethan Nwaneri vom FC Arsenal perfekt.
Die Begegnung war wegen ihrer Verlegung in die Arena des HSV zu einem besonderen Fußballabend geworden. 45.917 Zuschauer verfolgten die Partie – so viele wie noch nie bei einem DFB-Pokalspiel mit Beteiligung eines Fünftligisten. Nach dem Abpfiff liefen die Spieler beider Mannschaften gemeinsam eine Ehrenrunde und stellten sich anschließend zu einem Gruppenfoto auf.
„Ich freue mich wirklich, das war ein gelungener Tag“, sagte Dortmunds Trainer Niko Kovac. Das Ergebnis sei für ihn zweitrangig gewesen. Entscheidend sei vielmehr die besondere Atmosphäre während und nach dem Spiel gewesen.
Für den BVB war der klare Erfolg auch eine Aufmunterung nach der schweren Knieverletzung von Neuzugang Giannis Konstantelias. Der Grieche hatte sich einen Kreuzbandriss zugezogen und wird in den kommenden Monaten ausfallen. Als Reaktion darauf verpflichtete Dortmund Nwaneri am letzten Tag des Sommer-Transfermarkts auf Leihbasis.
Kovac beschrieb den 19 Jahre alten Offensivspieler als sehr schnell und trickreich. Mit seinem linken Fuß könne Nwaneri vieles anfangen, erklärte der Trainer. Der Engländer gilt zudem als jüngster Spieler in der Geschichte der Premier League. Sein Debüt für Arsenal gab er im Alter von 15 Jahren und 181 Tagen. Seitdem kommt er auf zwölf Torbeteiligungen in 51 Pflichtspielen.
Ob Nwaneri bereits am Samstag um 15.30 Uhr im Bundesligaspiel bei der TSG Hoffenheim zum Einsatz kommt, ließ Kovac offen. Gegen HEBC lief für den BVB unabhängig davon alles nach Plan. Trotz sieben Veränderungen in der Startelf erfüllte Dortmund seine Pflichtaufgabe beim Oberligisten ohne Schwierigkeiten.