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Watzke hält freiwilligen Rückzug von FIFA-Präsident Infantino für möglich

DFL-Präsident Hans-Joachim Watzke hält einen freiwilligen Rückzug von FIFA-Chef Gianni Infantino für möglich. Sollte es dazu nicht kommen, drohe dem Fußball eine Zerreißprobe, sagte Watzke im Deutschlandfunk.

Auf die Frage, ob er einen freiwilligen Rücktritt Infantinos für realistisch halte, antwortete Watzke: „Ich halte es zumindest für denkbar.“ Nach seiner Einschätzung habe der Fall Balogun dem FIFA-Präsidenten massiv geschadet. Dabei hatte die FIFA nach einer Intervention von US-Präsident Donald Trump die Rotsperre gegen den US-amerikanischen Spieler zurückgezogen.

Watzke lobte außerdem die Geschlossenheit des europäischen Fußballs im Streit über umstrittene Investitionspläne der FIFA. Entscheidend sei eine „glasklare und nicht verhandelbare schriftliche Aussage“ des Weltverbands gewesen, dass die Pläne nicht nur beendet seien, sondern auch niemand versuchen werde, sie wiederzubeleben.

Ohne diese Zusicherung hätten die europäischen Länder die nächste Weltmeisterschaft boykottiert, sagte Watzke. Der Präsident von Borussia Dortmund ist zugleich Vizepräsident der Europäischen Fußball-Union UEFA.

Infantino hatte im Sommer Pläne vorgestellt, Anteile an Weltmeisterschaften an Investoren zu verkaufen. Die Vorhaben stießen im europäischen Fußball auf Widerstand.

Für den Fall einer Wiederwahl Infantinos schloss Watzke einen erneuten Boykott jedoch aus. Eine solche Entscheidung müsse akzeptiert werden, betonte er.

Die erste Boykottdrohung sei sachbezogen gewesen und habe sich gegen die Investitionspläne gerichtet, nicht gegen Gianni Infantino persönlich. Die Aussagen wurden am 2. September 2026 im Programm des Deutschlandfunks ausgestrahlt.

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