Wissenschaftler in den USA haben bei der Suche nach Dunkler Materie ein mögliches Signal entdeckt. In einem unterirdischen Experiment in South Dakota beobachteten sie möglicherweise eine bislang unbekannte Wechselwirkung von Teilchen.
Wie unter anderem Reuters und die „New York Times“ berichten, könnte es sich erstmals um einen Hinweis auf ein sogenanntes WIMP handeln. Die Abkürzung steht für „weakly interacting massive particle“, also ein schwach wechselwirkendes massives Teilchen. WIMPs gelten als mögliche Kandidaten für die Teilchen, aus denen Dunkle Materie bestehen könnte.
Der Fund ist nach Angaben der Forschenden jedoch noch kein sicherer Nachweis. Es wurde bislang lediglich ein einzelnes Ereignis registriert. Bevor von einer Entdeckung gesprochen werden kann, müssen zunächst andere Erklärungen für das Signal ausgeschlossen werden. Auch weitere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bewerteten die Ergebnisse vorsichtig.
Dunkle Materie gehört zu den größten offenen Rätseln der Physik. Sie soll rund 85 Prozent der Masse des Universums ausmachen, lässt sich bislang aber nur indirekt nachweisen. Nach vielen Theorien besteht sie aus bisher unbekannten Teilchen, die nur äußerst selten mit gewöhnlicher Materie wechselwirken.
Untersucht wird das mögliche Signal in einer stillgelegten Goldmine in South Dakota. Dort suchen die Forschenden seit 2012 nach Wechselwirkungen unbekannter Teilchen mit flüssigem Xenon. Das Experiment befindet sich etwa 1,1 Kilometer unter der Erde. Die abgeschirmte Lage gilt als eine der ruhigsten für solche Messungen weltweit.
Die Bedingungen sollen dabei helfen, störende Einflüsse zu verringern. Ob das registrierte Ereignis tatsächlich von einem WIMP verursacht wurde, ist weiterhin offen. Die Ergebnisse wurden am 2. September 2026 im Programm Deutschlandfunk vermeldet.