Heute: September 8, 2026

BVB siegt im Pokal 5:0 – HSV-Scout sorgt für kurioses Eigentor

Borussia Dortmund hat die erste Runde des DFB-Pokals souverän überstanden. Der Vizemeister gewann im Hamburger Volksparkstadion mit 5:0 gegen den Oberligisten HEBC. Für den kuriosesten Moment sorgte HEBC-Kapitän Janek Wrede, der den Ball ins eigene Tor lenkte. Wrede arbeitet hauptberuflich in der Scouting-Abteilung des Hamburger SV.

Der BVB tat sich gegen den Hamburger Pokalsieger zunächst überraschend schwer. Dortmund hatte zwar mehr vom Spiel, kam aber lange nicht zu einer großen Torchance. Der Fünftligist versteckte sich nicht und gab in der sechsten Minute durch Schick sogar einen Torschuss ab. Schick ist beim HSV als Team-Manager tätig.

In der 33. Minute fiel schließlich die Führung für Dortmund. Eine flache Hereingabe von Julian Ryerson drückte Wrede unglücklich über die eigene Torlinie. Torhüter Jannik Schoon konnte den Ball nicht mehr erreichen.

Nach dem Eigentor nahm die Partie den erwarteten Verlauf. Daniel Svensson erhöhte in der 36. Minute nach einer Flanke von Ryerson per Volley auf 2:0. Samuele Inacio legte kurz darauf nach und traf in der 41. Minute sowie in der Nachspielzeit der ersten Hälfte zum 4:0. Im Bundesliga-Auftakt gegen den HSV war Inacio drei Minuten nach seiner Einwechslung mit einer Roten Karte vom Platz gestellt worden.

Zur Halbzeit wechselte HEBC den Torhüter aus. Dadurch kam auch Nils Ahmann noch zu einem Einsatz gegen den Bundesligisten. In der 59. Minute musste er das fünfte Dortmunder Tor durch Fabio Silva hinnehmen. Der Treffer hätte wegen einer mutmaßlichen Abseitsposition allerdings nicht zählen dürfen. In der ersten Pokalrunde gibt es keinen Videoassistenten.

Kurz vor dem 5:0 stürmte zudem ein Flitzer auf das Spielfeld. Ordner hielten ihn wenig später auf.

BVB-Trainer Niko Kovac schonte mehrere Stammkräfte. Karetsas, Serhou Guirassy und Jude Bellingham saßen zunächst auf der Bank, Stammtorhüter Gregor Kobel stand nicht im Kader. Dafür begann Alexander Meyer im Tor. Neuzugang Veerman feierte sein Startelfdebüt.

Die Partie wurde vor 45.917 Zuschauern ausgetragen. Damit stellte HEBC bei seinem Pokaldebüt einen Zuschauerrekord für einen Fünftligisten im deutschen Pokal auf. Die bisherige Bestmarke hatte am 10. August 2019 das Spiel von Atlas Delmenhorst gegen Werder Bremen mit 41.500 Zuschauern gehalten.

Für HEBC geht es am kommenden Sonntag um 14 Uhr im Oberliga-Alltag bei Buchholz weiter.

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