Ein tränenreiches Video von Jean Pierre „JP“ Kraemer hat im Internet heftige Reaktionen ausgelöst. Der Tuning-Unternehmer kündigte darin an, die Firma JP Performance nicht weiterführen zu wollen. Nach drei Stunden hatten das 4:45 Minuten lange Video auf YouTube bereits knapp 500.000 Menschen gesehen.
Die Kommentarfunktion unter dem YouTube-Video ist deaktiviert. Ausschnitte und Beiträge dazu wurden anschließend unter anderem auf Instagram und TikTok geteilt. Dort äußerten zahlreiche Nutzer ihre Wut und Enttäuschung. Gleichzeitig bekundeten einige Unterstützer weiterhin ihre Treue zu Kraemer und sprachen sich für ihn aus.
Hintergrund der Kritik sind auch die Vorwürfe gegen den 45-Jährigen. Er soll seine Noch-Ehefrau Julia Meck mehrfach geschlagen und gewürgt haben. In einem Video aus dem Jahr 2024 ist laut dem vorliegenden Bericht ein Angriff auf Meck zu sehen. Ein Nutzer fasste seine Kritik mit den Worten zusammen: „Keiner spielt die Opferrolle besser als ein Täter.“ Andere forderten Unterstützung für Kraemers Frau und erklärten, wer Frauen schlage, habe im Internet nichts verloren.
Kraemer selbst ging in seinem Video auf Julia Meck ein und entschuldigte sich bei ihr für das, was er ihr angetan und wie er sie körperlich sowie menschlich verletzt habe. Auf Anfrage wollte sich seine Noch-Ehefrau nicht zu dem aktuellen Video äußern.
Am Ende der Aufnahme bricht Kraemer in Tränen aus. Einige Nutzer reagierten darauf mit Unverständnis und stellten die Ernsthaftigkeit seiner Reaktion infrage. Andere äußerten Mitgefühl und wünschten ihm Kraft.
In dem Video sprach Kraemer außerdem öffentlich über seine Depressionen. Er erklärte, er wolle sich nun um sich selbst kümmern. Zugleich kündigte er an, dass es sich vermutlich um sein letztes veröffentlichtes Video handeln werde und dass er die Firma JP Performance nicht weiterleiten wolle.
In sozialen Netzwerken sorgte diese Ankündigung auch wegen der Beschäftigten für Diskussionen. Nutzer äußerten die Sorge, dass zahlreiche Arbeitsplätze betroffen sein könnten. In einem Kommentar war von mehr als 80 Menschen die Rede, die derzeit in seinen Firmen angestellt seien.
Noch am Abend veröffentlichte Kraemer ein weiteres Video auf Instagram. Darin entschuldigte er sich bei seiner Schwester und räumte ein, über den Suizid seiner Mutter gelogen zu haben.