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September 1, 2026
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Watzke hält freiwilligen Rückzug von FIFA-Präsident Infantino für möglich

Hans-Joachim Watzke hält einen freiwilligen Rückzug von FIFA-Präsident Gianni Infantino für möglich. Sollte es dazu nicht kommen, drohe dem Fußball eine Zerreißprobe, sagte der Präsident der Deutschen Fußball Liga im Deutschlandfunk.

Auf die Frage, ob ein freiwilliger Rückzug Infantinos realistisch sei, antwortete Watzke: „Ich halte es zumindest für denkbar.“ Der Fall des US-amerikanischen Spielers Balogun habe dem FIFA-Präsidenten nach Watzkes Einschätzung erheblich geschadet. Die FIFA hatte nach einer Intervention von US-Präsident Trump die Sperre gegen den Spieler zurückgenommen.

Watzke, der auch Präsident von Borussia Dortmund und Vizepräsident der UEFA ist, lobte außerdem die Geschlossenheit des europäischen Fußballs. Anlass waren umstrittene Pläne Infantinos für Investitionen im Zusammenhang mit der Weltmeisterschaft.

Infantino hatte im Sommer Pläne vorgestellt, Anteile an Weltmeisterschaften an Investoren zu verkaufen. Die europäischen Verbände und Länder hätten darauf mit einer gemeinsamen Position reagiert, sagte Watzke. Entscheidend sei eine schriftliche Zusicherung der FIFA gewesen, dass die Pläne nicht nur beendet würden, sondern auch niemand versuchen werde, sie erneut aufzugreifen.

Ohne diese Zusicherung hätten die europäischen Länder die nächste Weltmeisterschaft boykottiert, erklärte Watzke. Die entsprechende Drohung habe sich jedoch auf die Investitionspläne und nicht persönlich auf Infantino bezogen.

Für den Fall einer Wiederwahl Infantinos schloss Watzke eine erneute Boykottdrohung aus. Eine solche Wahl müsse man akzeptieren, betonte der DFL-Präsident. Die Aussagen wurden am 1. September 2026 im Programm des Deutschlandfunks gesendet.

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