Nach den intensiven Hitzewellen in weiten Teilen Europas hat die Exekutivdirektorin der Europäischen Umweltagentur, Leena Ylä-Mononen, ein entschiedeneres Vorgehen gegen die Folgen des Klimawandels gefordert.
Der Klimawandel sei da und habe schwerwiegende Folgen, erklärte Ylä-Mononen. Als Beispiele nannte sie Ernteausfälle und Engpässe bei der Kühlwasserversorgung von Kraftwerken.
Störungen in den Bereichen Energie, Verkehr und Nahrungsmittelproduktion seien vorhersehbar gewesen. Ein großer Teil der Schäden hätte nach Einschätzung der Behördenchefin durch die richtigen Investitionen vermieden werden können.
Ylä-Mononen appellierte deshalb an die Mitgliedstaaten der Europäischen Union, weiterhin die CO2- und Treibhausgasemissionen zu senken. Gleichzeitig müssten sie sich stärker an die bereits spürbaren Folgen des Klimawandels anpassen.
Bei vielen Maßnahmen werde die Umsetzung mehrere Jahre dauern, betonte die Exekutivdirektorin. Deshalb müsse langfristig geplant werden – für die kommenden zehn, 20 oder sogar 50 Jahre.
Die Europäische Umweltagentur stellt Informationen über die Umwelt in Europa bereit und wertet entsprechende Daten aus. Zudem unterstützt sie die EU und ihre Mitgliedstaaten bei der Umwelt- und Klimapolitik.
Die Nachricht wurde am 1. September 2026 im Programm Deutschlandfunk ausgestrahlt.