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September 1, 2026
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Mieterbund: Wohnkosten steigen für viele Haushalte weiter

Die Wohnkosten in Deutschland sind für viele Mieterinnen und Mieter innerhalb eines Jahres gestiegen. In einer repräsentativen Umfrage des Deutschen Mieterbunds gaben 58 Prozent der Befragten an, mehr für das Wohnen zu zahlen als noch vor zwölf Monaten.

Die höheren Ausgaben wirken sich laut dem „Mietenreport 2026“ auch auf andere Lebensbereiche aus. Fast jeder zweite Befragte erklärte, deshalb bei Freizeit und Urlaub zu sparen. Fast ebenso viele reduzierten ihre Ausgaben für Kleidung, Möbel oder Haushaltsgeräte.

29 Prozent der Befragten machten sich demnach Sorgen, ihre Miete künftig nicht mehr bezahlen zu können. Für den Report wurden neben der Befragung von mehr als tausend Mieterinnen und Mietern auch amtliche Statistiken und aktuelle wissenschaftliche Studien ausgewertet.

Der Deutsche Mieterbund erklärte, die Wohnkrise greife inzwischen tief in den Alltag ein. Präsidentin Weber-Moritz sagte, Wohnen werde für immer mehr Menschen zu einem Armuts- und Abstiegsrisiko. Der Sozialstaat müsse zunehmend auffangen, was auf dem Wohnungsmarkt schieflaufe.

Die im April vom Kabinett beschlossenen Verschärfungen im Mietrecht bewertet der Mieterbund zwar positiv. Nach Ansicht des Verbands reichen sie jedoch nicht aus, um Mietern die Sorge vor weiteren Kostensteigerungen und einem möglichen Wohnungsverlust zu nehmen.

Der Mieterbund fordert deshalb unter anderem zeitweise einen „bundesweiten Mietenstopp“. Außerdem solle es Bußgelder für Vermieter geben, die überhöhte Mieten verlangen oder gegen die Vorgaben der Mietpreisbremse verstoßen, forderte Weber-Moritz.

Die Mietpreisbremse gilt nur in ausgewiesenen Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt. Bei der Neuvermietung darf die Miete dort grundsätzlich höchstens zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. Ausnahmen gelten unter anderem für die Erstvermietung von Neubauten, umfassende Modernisierungen, ältere Mietverträge und Kurzzeitvermietungen.

Auch die Angebotsmieten stiegen zuletzt stärker als die allgemeine Inflation. Nach Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln lagen sie im Frühjahrsquartal bundesweit 4,0 Prozent über dem Wert des Vorjahreszeitraums. Die Inflationsrate betrug demnach rund 2,6 Prozent. Von April bis Juni erhöhten sich die Angebotsmieten zudem um 1,3 Prozent gegenüber dem vorherigen Quartal.

Der Bericht gehört zum „Mietenreport 2026“ des Deutschen Mieterbunds. Die zugrunde liegende Nachricht wurde am 1. September 2026 im Programm Deutschlandfunk verbreitet.

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