Lena Oberdorf hat nach ihrem zweiten Kreuzbandriss ihr Comeback in der Bundesliga gefeiert. Die 24-Jährige wurde beim 2:0 des FC Bayern München gegen Aufsteiger Mainz in der 71. Minute eingewechselt.
Für Oberdorf war der Einsatz nach einer langen Leidenszeit ein emotionaler Moment. Im Oktober 2025 hatte sie sich zum zweiten Mal innerhalb von knapp eineinhalb Jahren das Kreuzband im rechten Knie gerissen.
Nach dem Spiel richtete die Mittelfeldspielerin den Blick zunächst auf ihre weitere Entwicklung. „Jetzt entspannt weiter aufbauen, sich nicht unter Druck setzen lassen. Einfach nur das Fußballspielen genießen“, sagte Oberdorf nach dem Erfolg gegen Mainz.
Bei ihrer Einwechslung habe sie ihre Gefühle nur schwer zurückhalten können. „Ich war bei der Einwechslung ein bisschen emotional, ich hatte ein bisschen Tränen in den Augen, ich musste mich kurz straffen“, berichtete sie bei Sport1. Nach dem Spiel bedankte sie sich zudem bei den Fans. Einen Blumenstrauß, den ihre Freundin ins Stadion hatte liefern lassen, hielt Oberdorf dabei in der Hand.
Auch für Giulia Gwinn war die Rückkehr ihrer Mitspielerin ein besonderer Moment. Gwinn war nach einer Schulterverletzung ebenfalls wieder zum Einsatz gekommen. „Ich hatte Gänsehaut“, sagte die Fußballerin des Jahres. Sie habe Oberdorf während der gesamten Reha erlebt und deren akribische Arbeit gesehen. Obwohl viele Tage schwierig gewesen seien, habe sich Oberdorf nie beschwert.
Sportlich blieb Oberdorf ein Tor verwehrt. Mit ihrem Einstand zeigte sie sich dennoch zufrieden. „Ich habe schon wieder eine Grätsche gemacht und hatte einen Schuss aufs Tor“, sagte sie. Zudem habe sie einige gute Aktionen gehabt.
Gwinn hatte Bayern in der 38. Minute in Führung gebracht. Für den FC Bayern war es das 44. Bundesligaspiel in Serie ohne Niederlage.