Der ADAC spricht sich für zusätzliche Halteverbote vor Schulen aus, um den Verkehr durch sogenannte Elterntaxis einzudämmen. Anlass ist eine Umfrage der ADAC-Stiftung zum Mobilitätsverhalten von Schülerinnen und Schülern.
In den kommenden Tagen beginnt auch in den letzten Bundesländern das neue Schuljahr. Viele Eltern bringen ihre Kinder weiterhin mit dem Auto zur Schule. An zahlreichen Schulen wird deshalb darüber diskutiert, wie sich die häufigen Kolonnen vor den Eingängen vermeiden lassen.
Nach Angaben der ADAC-Stiftung kommt weiterhin jedes vierte Kind im jüngeren Grundschulalter mehrmals pro Woche mit dem Auto zur Schule. Die Umfrage lag dem SPIEGEL vorab vor. Demnach gibt es bislang nur wenige Anzeichen dafür, dass mehr Eltern ihre Kinder auf andere Weise zur Schule schicken.
Die absolute Mehrheit der Schülerinnen und Schüler legt den Schulweg zu Fuß zurück. Bei den älteren Schulkindern ist zugleich der Anteil derjenigen gestiegen, die mit dem E-Scooter fahren. Unter den 14- bis 15-Jährigen nutzen ihn inzwischen acht Prozent mehrmals pro Woche.
Eltern und Lehrkräfte beraten an vielen Schulen über Maßnahmen gegen die Verkehrssituation durch Elterntaxis. Der ADAC fordert dabei mehr Hürden für das Halten und Bringen der Kinder mit dem Auto. Dazu zählen nach dem vorliegenden Material Halteverbote vor Schulen.