Die finanziellen Sorgen von Eltern minderjähriger Kinder in Deutschland haben einer Umfrage zufolge zugenommen. 27 Prozent befürchten, in den kommenden zwölf Monaten grundlegende Bedürfnisse ihrer Familie wie Heizen, Kleidung oder Essen nicht mehr bezahlen zu können.
Damit ist der Anteil im Vergleich zum September 2025 leicht gestiegen. Damals äußerten 25 Prozent der Befragten diese Sorge. Im Januar 2025 hatte der Wert noch bei 15 Prozent gelegen.
Die Umfrage wurde vom Institut Forsa im Auftrag der Organisation Save the Children durchgeführt. Befragt wurden zwischen dem 13. und 30. Juli insgesamt 1001 Eltern minderjähriger Kinder.
Gleichzeitig nahm der Anteil der Eltern ab, die sich keine finanziellen Sorgen für die Zukunft machen. Nach Angaben von Save the Children sank er von 48 Prozent im September 2025 auf 40 Prozent.
Für zahlreiche Familien sind auch Ausgaben jenseits der Grundversorgung schwer zu stemmen. 21 Prozent der Befragten gaben an, neue Möbel, Ausflüge, Restaurantbesuche, Urlaube oder Hobbys ihrer Kinder seien für sie eher nicht oder auf keinen Fall finanzierbar.
Weitere 22 Prozent sagten, sie hätten in den vergangenen zwölf Monaten bei Ausgaben für ihr Kind sparen oder zumindest genau abwägen müssen. Genannt wurden unter anderem Freizeitaktivitäten, Hobbys, Feiern und Geschenke.
Save the Children bewertet die Entwicklung als besorgniserregend. Alltägliche Ausgaben, etwa für gesunde Ernährung oder Kleidung, würden in Familien Stress auslösen. Viele Kinder müssten auf Dinge verzichten, die für andere selbstverständlich seien, darunter Hobbys, Restaurantbesuche oder Urlaube.
Nach Ansicht der Organisation sollte die Bundesregierung stärker gegen Kinderarmut vorgehen. 83 Prozent der Befragten sprachen sich in der Umfrage dafür aus, dass die Bundesregierung mehr gegen Kinderarmut unternimmt.