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September 1, 2026
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Umfragen zeigen Zustimmung zu geplanter Zuckersteuer – Ergebnis bleibt uneinheitlich

Eine Mehrheit der Befragten in einer Forsa-Umfrage befürwortet eine geplante Abgabe auf zuckerhaltige Getränke. Gleichzeitig zeigt eine zweite Erhebung, dass die Meinung zu einer solchen Steuer in Deutschland insgesamt nahezu ausgeglichen ist.

Für die Einführung einer Zuckersteuer sprachen sich bei Forsa 55 Prozent der 1002 Befragten aus. 44 Prozent lehnten den Schritt ab, ein Prozent machte keine Angabe. Die Erhebung wurde im Auftrag von „Stern“ und RTL durchgeführt.

Besonders hoch war die Zustimmung unter den Anhängern der Grünen. Dort befürworteten 87 Prozent eine entsprechende Abgabe. Unter den Anhängern von CDU/CSU und SPD lagen die Zustimmungswerte bei 76 beziehungsweise 77 Prozent. Häufiger abgelehnt wurde die Steuer den Angaben zufolge in Ostdeutschland sowie unter AfD-Anhängern.

Eine zuvor veröffentlichte YouGov-Umfrage kam zu einem weniger eindeutigen Ergebnis. Von 4280 Befragten sprachen sich 43 Prozent für eine Steuer auf zuckerhaltige Getränke aus. 44 Prozent waren dagegen, grundsätzlich eine zusätzliche Steuer auf Getränke einzuführen. YouGov führte die Befragung am 26. August 2026 durch, Forsa an den beiden darauffolgenden Tagen.

Die schwarz-rote Koalition hatte sich im Rahmen der Verhandlungen über ein Sparpaket für die gesetzlichen Krankenversicherungen auf eine Zuckersteuer ab 2027 verständigt. Die Einzelheiten werden derzeit im Bundesfinanzministerium ausgearbeitet. Vorgesehen ist, die Höhe der Abgabe am Zuckergehalt der Getränke auszurichten.

In der Koalitionsvereinbarung wurden Einnahmen von 650 Millionen Euro eingeplant. Branchenverbände rechnen mit deutlich höheren Einnahmen. Zuletzt hatte ein internes Papier des Bundesfinanzministeriums für Diskussionen gesorgt, weil darin auch Getränke mit Zuckerersatzstoffen wie Cola Zero, außerdem Fruchtsäfte, Milchmischgetränke und alkoholfreies Bier als mögliche Bestandteile der Steuer genannt worden waren.

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) stellte anschließend klar, dass zuckerfreie Getränke nicht besteuert werden sollen. In der YouGov-Erhebung befürworteten 17 Prozent der Befragten eine Abgabe auf Getränke mit Zuckerersatzstoffen. Die Angaben zu den Umfragen und den politischen Plänen stammen aus dem vorliegenden Bericht.

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