In Großbritannien gibt es einen Boykottaufruf gegen Sacha Baron Cohens neuen Film „Ali G. – Who Iz I?“. Eine Protestnote mit mehr als 36.000 Unterstützenden fordert Kinos dazu auf, den Film nicht zu zeigen.
Der Vorwurf: Die Kunstfigur Ali G. mache sich über Schwarze lustig und sei ein rassistisches Stereotyp. Kritisiert wird außerdem, dass die Figur nicht glaubwürdig so spreche, wie es im Film dargestellt werde. In der Protestnote wird dies zugespitzt mit der Aussage: „Nicht einmal die echten Schwarzen würden heute so reden.“
Die Figur des Rappers Ali G. hatte Sacha Baron Cohen in den Neunzigerjahren zum Durchbruch verholfen. Der neue Film soll in Großbritannien am 23. Oktober anlaufen.
Der Boykottaufruf wird in dem Beitrag als verfehlt bewertet. Dabei wird auch darauf hingewiesen, dass es einen bitteren Nachgeschmack habe, wenn jüdische Künstler boykottiert würden.
Der Artikel von Andrian Kreye ordnet die Kontroverse um den Film und die Kritik an seiner Hauptfigur ein. Weitere Angaben zum Inhalt oder zur Reaktion der Kinos enthält das vorliegende Material nicht.