Mel Gibson steht nach einem Auftritt bei der FanExpo Canada in der Kritik. Der Schauspieler soll sich dort über eine Gebärdensprachdolmetscherin lustig gemacht haben. Inzwischen entschuldigte er sich für sein Verhalten.
Auf im Internet verbreiteten Videos ist zu sehen, wie Gibson bei der Veranstaltung auf die Bühne kommt. Die Dolmetscherin steht bereits dort. Hinter ihrem Rücken macht der Schauspieler lachend Handbewegungen, die offenbar Gebärdensprache nachahmen sollen.
In sozialen Netzwerken wurde Gibson daraufhin Respektlosigkeit vorgeworfen. Die Aufnahmen lösten außerdem Kritik an der FanExpo Canada aus. Die Veranstalter äußerten sich bislang nicht zu dem Vorfall.
Gibson erklärte in einer Stellungnahme gegenüber dem US-Branchenportal Variety, sein Verhalten sei nicht böse gemeint gewesen. „Wenn man auf eine Bühne ins Rampenlicht gedrängt wird, schweifen die Gedanken manchmal in alle Richtungen und es kommt zu spontanen, unüberlegten Dummheiten“, sagte der Schauspieler. Er entschuldige sich aufrichtig bei allen, die sich dadurch verärgert gefühlt hätten.
Auf X teilten Nutzer zudem ein Video von Alan Ritchson, der ebenfalls bei der FanExpo Canada auftrat. Sie lobten ihn dafür, dass er der Gebärdensprachdolmetscherin nach seiner Fan-Fragerunde die Hand geschüttelt hatte.
Für Gibson ist es nicht das erste Mal, dass sein Verhalten öffentlich kritisiert wird. In der Vergangenheit fiel er unter anderem durch Ausraster auf. Außerdem wurde er betrunken am Steuer erwischt, beleidigte Polizisten antisemitisch und musste sich wegen häuslicher Gewalt vor Gericht verantworten. Für 14 Jahre verlor er das Recht, Waffen zu tragen.
Gibson gehörte in den Achtziger- und Neunzigerjahren zu den größten Kinostars. Seine Karriere habe sich von den Skandalen nicht wieder vollständig erholt, heißt es in dem Bericht. Im vergangenen Jahr plante er zudem eine zweiteilige Fortsetzung von „Die Passion Christi“.