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September 1, 2026
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Deutsche Post firmiert seit September offiziell als DHL

Der Logistikkonzern Deutsche Post trägt seit dem 1. September offiziell den Namen DHL AG. Die Änderung wurde an diesem Tag im Handelsregister eingetragen und setzt einen Beschluss der Hauptversammlung vom Mai um.

Auch an der Börse werden die Anteilsscheine nicht mehr unter dem Namen Deutsche Post, sondern unter DHL gehandelt. Mit der Umbenennung reagiert der Konzern auf seine zunehmende Internationalisierung. Das deutsche Brief- und Paketgeschäft macht nach Unternehmensangaben nur noch etwa ein Fünftel des Konzernumsatzes aus.

Für Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland ändert sich durch den neuen Konzernnamen zunächst nichts. Postfilialen und Briefkästen behalten ihre bisherige Bezeichnung. Auch die Marke Deutsche Post bleibt bestehen, wird künftig jedoch innerhalb der Konzernstruktur für eine Tochtergesellschaft verwendet. Diese verantwortet das Stammgeschäft mit Briefen und Paketen im Inland.

Der Konzern hatte seinen Markenauftritt bereits vor drei Jahren von „Deutsche Post DHL Group“ in „DHL Group“ geändert. Rechtlich und an der Börse blieb es bis jetzt jedoch beim Namen Deutsche Post AG. Nun ist die Umstellung auch auf dieser Ebene vollzogen. Das Kürzel DHL geht auf die Nachnamen der Unternehmensgründer Adrian Dalsey, Larry Hillblom und Robert Lynn zurück.

Die heutige DHL entstand aus dem internationalen Wachstum des Konzerns. Die damalige Bundespost hatte den US-Logistiker DHL übernommen. In der Folge verlagerte sich ein immer größerer Teil des Geschäfts ins Ausland, während der deutsche Konzernname zunächst erhalten blieb.

Das Inlandsgeschäft mit Briefen und Paketen ist im Vergleich zu anderen Bereichen weniger profitabel. Im ersten Halbjahr entfielen zwölf Prozent des Betriebsgewinns auf den Konzernbereich Post & Paket Deutschland, der nun von der Deutsche Post AG als Tochtergesellschaft verantwortet wird.

Wichtiger für den Gewinn ist das internationale Expressgeschäft. Auf zeitkritische Sendungen entfielen im ersten Halbjahr gut 30 Prozent des Umsatzes und 60 Prozent des Betriebsgewinns. Die garantierten Zustellungen werden vor allem von Unternehmen genutzt, etwa für wichtige Dokumente oder Ersatzteile.

Die Deutsche Post bleibt damit im deutschen Brief- und Paketgeschäft als Marke erhalten, während der übergeordnete Konzern künftig einheitlich unter DHL auftritt.

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