Wenn eine Katze plötzlich zu schnarchen beginnt oder die Atemgeräusche deutlich lauter werden, sollten Halter genauer hinsehen. Zwar ist gelegentliches Schnarchen häufig harmlos, in Verbindung mit weiteren Beschwerden kann es jedoch auf ein gesundheitliches Problem hindeuten.
Bei manchen Katzen entstehen die Geräusche im Schlaf durch eine bestimmte Liegeposition oder besonders tiefe Entspannung. Schnarcht ein Tier bereits seit Jahren leise und zeigt keine anderen Auffälligkeiten, steckt meist nichts Ernstes dahinter. Auch die Rasse kann eine Rolle spielen: Katzen mit kurzer Nase, etwa Perserkatzen oder Britisch Kurzhaar, haben häufiger hörbare Atemgeräusche.
Anders ist die Situation, wenn das Schnarchen neu auftritt oder deutlich stärker wird. Besonders wichtig ist, ob zusätzlich Atemprobleme im Wachzustand, Röcheln, Atemaussetzer, häufiges Aufwachen, Appetit- oder Gewichtsverlust auftreten. Auch Niesen, Schniefen und Fieber gelten als Warnzeichen.
Als mögliche Ursachen kommen unter anderem Infekte der Atemwege, Übergewicht und Allergien infrage. Auffällige Atemgeräusche können zudem bei Asthma auftreten. Auch Verletzungen im Nasen- oder Rachenraum, Fremdkörper oder Parasiten können die Atemwege beeinträchtigen.
Zeigt eine Katze während des Schlafs Atemaussetzer, sollten Halter besonders aufmerksam sein. Eine solche Schlafapnoe kann zu Sauerstoffmangel führen und sollte tierärztlich abgeklärt werden.
In seltenen Fällen können größere Polypen oder Tumore hinter den Beschwerden stecken. Dann treten laut dem Bericht meist weitere Probleme auf, beispielsweise Atembeschwerden beim Fressen oder im Wachzustand. Diese Angaben gehören zu den Informationen von PETBOOK, auf die im Ausgangsmaterial verwiesen wird.
Grundsätzlich muss langjähriges und unverändertes Schnarchen nicht automatisch Anlass zur Sorge sein. Beginnen die Geräusche jedoch plötzlich, werden sie lauter oder kommen weitere Symptome hinzu, sollte ein Tierarzt die Ursache untersuchen. Nur so lässt sich feststellen, ob lediglich eine ungünstige Schlafposition oder ein behandlungsbedürftiges Problem dahintersteckt.