Die Aktie des Online-Modehändlers Shein ist zum Auftakt des Börsengangs in Hongkong deutlich gefallen. Im frühen Handel lag der Kurs zeitweise bis zu acht Prozent unter dem Ausgabepreis von umgerechnet rund 5,30 Euro.
Shein hat seinen Sitz in Singapur und ist für besonders günstige Kleidung bekannt. Dazu gehören etwa Oberteile, die für fünf Dollar angeboten werden. Die Bewertung des Unternehmens liegt aktuell bei rund 24 Milliarden Dollar. Damit bleibt sie deutlich unter dem Höchststand von fast 100 Milliarden Dollar aus dem Jahr 2022.
Das Unternehmen steht zugleich vor Belastungen in wichtigen Märkten. Neue Zoll- und Abgabenregelungen in den USA und Europa beeinträchtigen nach Angaben des Berichts zuletzt das Geschäft der Plattform.
Auf den Börsengang hatte Shein mehrere Jahre warten müssen. Das in China gegründete Unternehmen verlegte seinen Sitz zwischen 2021 und 2022 nach Singapur. Zuvor hatte Shein bereits versucht, an den Finanzplätzen London und New York an die Börse zu gehen. Berichten zufolge scheiterte dies am Widerstand Pekings.
Das durch den Börsengang eingenommene Geld will Shein nach eigenen Angaben unter anderem in die technische Infrastruktur investieren. Außerdem soll die eigene Marke gestärkt werden.
Parallel versucht der Konzern, sein Geschäft auszuweiten. Shein öffnet seine Plattform für andere Anbieter und hat zuletzt Modemarken wie das US-Unternehmen Everlane übernommen.
Die Nachricht gehört zu einer am 1. September 2026 im Programm Deutschlandfunk verbreiteten Meldung.