Die Europäische Union hat den Bau eines Hochleistungsrechners für Anwendungen der Künstlichen Intelligenz beim französischen Staatsunternehmen Bull AI in Auftrag gegeben. Der Supercomputer soll in einem Rechenzentrum in Finnland installiert werden.
Nach den vorliegenden Angaben ist geplant, das System in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres in Betrieb zu nehmen. Der Auftrag hat ein Volumen von rund 390 Millionen Euro. Vergeben wurde er vom europäischen Gemeinschaftsunternehmen für Hochleistungsrechnen EuroHPC.
EuroHPC wurde im Jahr 2020 gegründet und hat bislang 19 KI-Rechenzentren mit rund einem Dutzend Supercomputern eingerichtet. Zu dem europäischen Netzwerk gehört auch der Hochleistungsrechner „Jupiter“ im Forschungszentrum Jülich in Nordrhein-Westfalen.
Die von EuroHPC geförderten Computersysteme werden unter anderem dazu eingesetzt, europäische Anwendungen für Künstliche Intelligenz zu trainieren. Mit dem Ausbau der Infrastruktur soll das europäische Hochleistungsrechnen in den kommenden Jahren weiterentwickelt werden.
Als Hintergrund nennt die Meldung die wachsende Konkurrenz im Bereich der Künstlichen Intelligenz aus den USA und China. Vor diesem Hintergrund sollen die bestehenden Strukturen in Europa weiter ausgebaut werden.
Die Nachricht wurde am 1. September 2026 im Programm Deutschlandfunk ausgestrahlt.