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August 31, 2026
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Met sagt geplante Galliano-Ausstellung nach Kritik ab

Das Metropolitan Museum of Art und der Designer John Galliano haben die für 2027 geplante Ausstellung „John Galliano: Horizons“ abgesagt. Die Entscheidung folgte auf heftige Kritik an früheren antisemitischen und rassistischen Äußerungen des Modemachers.

Die Ausstellung sollte Galliano im New Yorker Metropolitan Museum of Art mit einer Einzelschau ehren. Zudem war vorgesehen, dass seine Entwürfe die Met Gala prägen. Nach der Absage soll die Schau durch eine andere Frühjahrsausstellung ersetzt werden. Das Museum will zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben, um welches Projekt es sich handelt.

Museumsdirektor Max Hollein erklärte, die Entscheidung sei nach eingehenden Gesprächen mit Galliano gemeinsam getroffen worden. Auch Galliano äußerte sich auf Instagram. Er schrieb, die Ausstellung solle „zum jetzigen Zeitpunkt“ nicht stattfinden, und übernahm weiterhin die Verantwortung für den Schmerz, den seine früheren Worte verursacht hätten.

Galliano bezog sich dabei insbesondere auf das Leid der jüdischen und der asiatischen Gemeinschaft. Die Äußerungen aus den Jahren 2010 und 2011 hatten bereits zuvor weitreichende Folgen für seine Karriere.

Galliano war über Jahre Kreativdirektor des Modehauses Christian Dior. Von dieser Position wurde er entlassen, nachdem rassistische und antisemitische Äußerungen öffentlich geworden waren. Ein Handyvideo zeigte ihn in einer Pariser Kneipe bei antisemitischen Beschimpfungen gegen andere Gäste. In diesem Zusammenhang soll er auch gesagt haben, er „liebe Hitler“.

Die Vorfälle führten schließlich zu seiner Verurteilung in einem Antisemitismus-Prozess in Frankreich. Galliano bemühte sich danach mehrere Jahre um seine Rehabilitierung. Sein Comeback gelang ihm 2014 beim Pariser Modehaus Maison Margiela, für das er ein Jahrzehnt tätig war.

Vor der Ankündigung der Ausstellung hatte das Museum Gespräche mit Vertretern der jüdischen Gemeinde geführt. Damit sollten erwartete Reaktionen auf die geplante Ehrung abgefedert werden. Die Empörung nahm jedoch weiter zu.

Zu den Kritikerinnen gehörte Julie Menin, Sprecherin des New Yorker Stadtrats. Sie begrüßte die Absage und erklärte, die Entscheidung sei angesichts des zunehmenden Antisemitismus richtig. Die geplante Ausstellung sei für die jüdische Gemeinde ein schwerer Schlag gewesen; der verursachte Schmerz sei nicht hinnehmbar.

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