Diese vier Gewürze könnten Arthrosebeschwerden lindern

Ingwer, Kurkuma, Chili und Kreuzkümmel könnten bei Arthrosebeschwerden unterstützend wirken. Den Gewürzen werden entzündungshemmende Eigenschaften zugeschrieben. Eine Heilung der Gelenkerkrankung können sie jedoch nicht bewirken.

Rund fünf Millionen Menschen in Deutschland leiden dem vorliegenden Material zufolge an Arthrose. Dabei wird der Knorpel zunehmend abgebaut. Typische Folgen sind Schmerzen, Steifheit und eine eingeschränkte Beweglichkeit. Besonders häufig betroffen sind Knie, Hüften und Hände.

Neben regelmäßiger Bewegung und einem gesunden Körpergewicht kann auch eine ausgewogene Ernährung Teil des Umgangs mit den Beschwerden sein.

Kreuzkümmel enthält unter anderem Eisen, Kalzium und Kalium. Nach Angaben des Orthopäden Dr. Martin Rinio wirken die Inhaltsstoffe auch entzündungshemmend.

Kurkuma, auch Gelbwurz genannt, ist Bestandteil vieler Currymischungen und verleiht asiatischen Gerichten ihre goldgelbe Farbe. Der Inhaltsstoff Curcumin kann Entzündungsprozesse beeinflussen. Studien liefern Hinweise darauf, dass Curcumin-Präparate Schmerzen bei Kniearthrose lindern können.

Ingwer enthält Gingerole, denen ebenfalls entzündungshemmende Eigenschaften zugeschrieben werden. Untersuchungen deuten auf eine leichte schmerzlindernde Wirkung bei Arthrose hin. Rinio empfiehlt, mehrmals pro Woche mehrere Scheiben frischen Ingwer mit heißem Wasser aufzugießen.

Bei Chili ist Capsaicin für die Schärfe verantwortlich. Der Stoff kann bei Gelenkschmerzen helfen, vor allem in Form einer äußerlich angewendeten Creme. Capsaicin-Präparate können die Schmerzwahrnehmung beeinflussen. Für den Verzehr scharfer Chilischoten ist eine vergleichbare Wirkung dagegen nicht nachgewiesen.

Auch Vitamine spielen laut dem Material eine Rolle bei einer antientzündlichen Ernährung. Vitamin C unterstützt die Bildung von Kollagen, das zum Knorpelgewebe gehört, und schützt Zellen vor oxidativem Stress. Paprika, Brokkoli, Grünkohl und andere Kohlsorten enthalten besonders viel davon.

Vitamin E wirkt als Antioxidans. Gute Lieferanten sind unter anderem Mandeln, Haselnüsse, Sonnenblumenkerne sowie pflanzliche Öle wie Raps- und Sonnenblumenöl. Vitamin D kann den Knochen- und Knorpelstoffwechsel unterstützen, eine bestehende Arthrose aber nicht heilen. Ein nachgewiesener Mangel sollte behandelt werden.

Von einer Ernährungsumstellung sollten Betroffene dennoch keine Wunder erwarten. Eine allgemeine wissenschaftliche Bestätigung für eine Wirkung von Gewürzen und Vitaminen liegt nicht vor. Sie können die Therapie nicht ersetzen.

Wer regelmäßig Medikamente einnimmt, sollte eine mögliche Reduzierung mit dem behandelnden Arzt besprechen. Das gilt auch für hochdosierte Nahrungsergänzungsmittel, da sie Nebenwirkungen verursachen oder mit Medikamenten wechselwirken können.


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