MotoGP vor Katar-Rennen: Fahrer lehnen Start ab, Yamaha reist nicht an

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Vor dem MotoGP-Rennen in Katar wächst der Widerstand gegen einen Start. Nach Angaben des australischen Fahrers Jack Miller wollen 19 der 22 Piloten der Königsklasse nicht zu dem Lauf nahe Doha reisen.

Grund sind die unsichere Lage im Nahen Osten, Sicherheitsbedenken und der Druck auf die Fahrer. Die MotoGP-Führung hält dennoch an ihren Plänen fest und will die Veranstaltung auf dem Lusail International Circuit durchführen.

Yamaha zieht sich unterdessen vollständig zurück. Das Werksteam und das Satellitenteam Pramac werden von Freitag bis Sonntag nicht an den Rennen teilnehmen. Yamaha begründete die Entscheidung mit den derzeit verfügbaren Informationen und verwies darauf, dass es keine ausreichenden Gründe für eine Änderung der unternehmensweiten Reisebeschränkungen gebe.

Auch der deutsche TV-Rechteinhaber Sky schickt keine Reporter nach Katar. Der Sender will das Rennen stattdessen aus Unterföhring kommentieren.

Die Sicherheitsbedenken stehen im Zusammenhang mit neuen Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen den Iran. Medienberichten zufolge könnten weitere Angriffe bereits nach den US-Kongresswahlen angekündigt werden – und damit kurz vor dem MotoGP-Lauf. Zudem grenzt Katar an Saudi-Arabien, wo es Auseinandersetzungen mit der Huthi-Miliz gibt.

Die MotoGP-Organisatoren erklärten, ihnen lägen keine Informationen vor, die eine Änderung der Veranstaltungspläne rechtfertigten. Diese Einschätzung sei den Herstellern und Teams mitgeteilt worden.

Ein möglicher Streik der Fahrer könnte Folgen haben. Yamaha muss mit Sanktionen rechnen. Im Fahrerlager ist laut Alex Hofmann auch von einem möglichen Startverbot für die späteren Rennen in Portimao und Valencia die Rede. Eine Entscheidung dazu ist bislang offen.

Hofmann kritisierte die Haltung der Verantwortlichen und sprach von einem politischen Konflikt, der auf dem Rücken der Fahrer ausgetragen werde. Die MotoGP-Group will trotz der Kontroverse an dem Rennen festhalten. Auch die Formel 1 hält bislang an ihren Veranstaltungen in Katar und Abu Dhabi fest.


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